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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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gerten vierzig'mit Pulver beladene Maulthiere in die Stadt zu bringen; "»voraus sieb,die Beschaffenheit der Einschliefsung leicht beurtheilen läfst. Am 2i. fing eine wie-der bergestellte Batterie der Belagerer die Contregarden zu beschiefsen an, welche diebeiden Bollwerke der Gitadelle deckten. Am nehmlichen Tage stürmte man den vor-dem bedeckten Weg und drei ihn deckende Lünetten, und setzte sich darin fest, Ana3T, fouragirie die Reiterei der Festung zwischen Cartillone und St, Maro, wobeisie zugleich mehrere mit Pulver beladene Maulthiere mit in die Festung brachte. £iagleiches geschah am 3. August mit 100 Maulthieren mit Pulver: welches endlich den.Herzog von la Feuillade bewog, die Stadt vollends mit vier Bataillonen einzu-scliliefsen, die er vifrn den Besatzungen der kleinen Piemontesiscliea Städte an sichzog. Man darf deshalb die völlige' Einschliefsung der Stadt erst von diesem Tage anrechnen, über zwei Monate nach Ankunft der Franzosen vor der Stadt. Eine Nach-läfsigkeit, die sich unmöglich rechtfertigen läfst. In der Nacht des 5—6, August ward■endlich-der hintere bedeckte Weg erobert, und am 7. die Ravelinface von einer Bat-terie zu beschiefsen angefangen, die nicht auf der Contrescarpe sondern auf dem Feldelag. Eine auf dem Glacis erbaute Batterie von 4 Kanonen fing am 14. früh dasBollwerk St, Mauriciu < zu brechen an; noch ehe aber der Mittag kam, war dieseBatterie schon von dem zahlreichen und sehr gut bedienten Festungsgeschütze wehr-los geschossen. Her Belagerer konnte es mit seiner ganzen ungeheueren Geschützzahlnie zum Schweigen bringen. In der Nacht des ig —20. setzten die Belagerer sich inden eingehenden Winkeln des bedeckten Weges, hinter den vom Feinde verlassenenTraversen fest, und fingen an, von zrvei auf dem aüsspringenden Winkel vor demRavelin erbaueten Batterien die Schultern der gegenüber liegenden Bollwerke zu be-schiefsen. Am 24,'aber liefsen die Belagerten 4 Minenkammern springen, die 11 Ka-nonen verschütteten: ein .gleiches geschah am folgenden Tage mit 2 Geschützen voneiner andern Minenkammer. Man hatte wahrscheinlich bei Anlegung der Bre^chbatte-rien keinen tiefen Einschnitt vor der Br.ustwehr gemacht, um sieh der feindlichen.Minengänge zu bemächtigen; welche Nachtheile daraus entstehen, hat diese Belagerungzur Genüge bewiesen. In der Nacht des '26. — 27. wurden die beiden Contregardenund das Ravelin erstürmt. Allein man liefs bei Anbruch des Tages so wenig Leute■ in den Logementern zurück, dafs die Feinde wieder hineindrangen, die Besatzung nie-derliieben und die Festsetzungen zerstöhrten. Es ist hier zu bemerken, dafs die Con-tregarden, so nützlich zu Erhaltung ihrer Bollwerke, blos Erdwerke waren, mit Faschi-nen ■ bekleidet und mit Einer Reihe Pallisaden im Graben.

Am 28.'Abends kam der Herzog von Orleans mit dem Marschal von Ma:sxnim Lager vor Turin an, und schien nicht wenig verwundert, die L;Lufgrabenarb<n:cnso wenig- vorgerückt zu finden; denn noch war keine Festsetzung auf dein RavelinDritten Band. M