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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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«y. Derselbe an Denselben.

Aus Ihrem .Briefe ersehe ich, dafs alles sich auf die Artillerie und auf das Ger.ie-fc'esen beziehende bereits festgestel'let ist; es kommt deshalb nur noch darauf an, diezu Verteidigung der Insel nötigen Truppen auszüinitteln, Ich hatte anfangs sechsBataillone und zwei Schwadronen Dragoner dazu bestimmt;, und indem ich Sie dabeizu Rate zog, glaubte ich, dafs Sie Sich nach den Umständen fügen und nur das durch-aus nicht zu entbehrende fordern würden. Nun verlangen Sie in Ihrem Schreibenvom iiten zehn Bataillone: und ich mufs fürchten, wenn ich sie Ihnen zugestehe, werdefür Sie und für den Dienst mehr Beschwerde als Nutzen daraus entspringen, wegender Schwierigkeiten, die sich in Absicht des Unterhaltes finden .dürften. Im Gefolgedieser Bemerkungen hat der König für gut gefunden, acht Bataillone und zwei Esca-dronen Dragoner für die Insel Oleron zu bestimmen: nicht zweifelnd dafs Sie mit den-selben und mit den beiden Bataillonen Strändwächter vollkommen im Verteidigungs-stande seyn werden.- Da überdies Ihre Verbindung mit dem festen Lande gesichertist, wird man sie benutzen,, um Ihnen- nötigen Falles noch Unterstützung zugehen zulassen*

Ich habe den Marschal von Seriecterre' von diesen- Anordnungen unterrichtet.Da jedoch ihre Ausführung ganz von der Rückkunft unserer Truppen aus Deutschlandabhängt:' werde ich zwar' die für die Insel bestimmten sogleich von der Grenze ausnach Aunis marschiren lassen: ich habe jedoch rnitJerweile den Marschal ersuchet, Ih-nen wo möglich wenigstens Eines der sechs Bataillone zu senden, die er auf dem festenLande hat, um die Arbeit zu fördern, im Fall die vier Bataillone,- welche Sie schonhaben, nicht hinreichend wären. Sie werden sich schon mit ihm darüber'verständigen.

Ich will Ihnen gern erlauben,- nach Ihrem Gute zu reisen, wenn' Sie vorher demMarschal die Anordnungen gemeldet haben, die von Ihnen in Hinsicht der Arbeitenauf der Insel gemacht worden sind, und wenn sie die- regelmäfsige- Befolgung -dersel-ben befohlen haben; , '

Fontainebleau den 23. lOctobr. 1761* /

N*a cli cli rif t roinles ITcizogä eigner Hand.

Sowohl die auf der Insel befindlichen Truppen als die Ausführung der Arbeiten'erfordern eine beständige Aufsicht. Ich bitte Sie daher, liebster Montalernbert, IhrenAufenthalt auf Ihrem Gute möglichst zu beschränken. Jedermann ist Ihres Lobes voll:zweifeln Sie nicht an meiner' Freude, Sie dem König!, Dienste- so nützlich zu sehen.

22. Der Marq'. v. Montalernbert an «len Marschal v. Senecterre.

Ihrem Schreiben vom 29, zufolge habe ich die Beurlaubten abgehen lassen. Ichhabe zugleich aus jenem ersehen,- dafs di& nun für. die Insei bestimmten Bataillone