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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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IV
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6) Alle Werke müssen mit Kanonen horizontal beschossen werden können.

7) Iedes mufs sich gut mit Frontalfeuer von Geschütz und kleinem Ge-wehr vertheidigen,

8) Alle Linien und Winkel müssen ihre Vertheidigungsmittel gehörig ge-gen den feindlichen Angriff schützen. Deshalb müssen

9) die vornehmsten Werke aus- und inwendig mit bedeckten Kanonen ver-sehen seyn.

10) Alle Werke müssen eine bedeckte Verbindung und sichern Rückzugfür die Besatzung haben, und

11) nicht mit überflüssigen Erdmassen angefüllt seyn.

ic) Müssen die vordem Werke so eingerichtet werden, dafs die hinter ih-nen liegenden sie bedeckt und ungehindert bestreichen können.

Landsberg, durch Talente und vielfache Erfahrung ausgezeichnet, ob-gleich von seinen deutschen Landsleuten kaum gekannt, schrieb seine ErsteAbhandlung über die Festungsbaukunst 1712, die zweite aber 1730; in beidenstellt er ohngefähr die nämlichen Grundsätze auf: „dafs eine Festung, dieaus nichts als Flanken besteht, besser sey als eine andere, derenFlanken ohngefähr des Polygons sind; dafs die Bestreichung immergerade und rechtwinklich geschehen müsse; dafs sie bei einem Zangenwerkmit 12 eingehenden Winkeln statt finde, wo die ausgehenden Winkel 6o° hal-ten, welche Form daher die vorzüglichere sey; dafs man dem Belagerer beiseinem Angriffe eine überlegene Geschützzahl entgegen stellen müsse u. s. w.“

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Diese Uebereinstimmung der Ideen Montalemberts, mit denen früherergrofser Meister in der Befestigungskunst, ist ein Verdienst mehr, und ein doppeltstärkerer Widerlegungsgrund gegen die Widersprüche der Französischen Ingenieure,die den neuen Entwürfen allen Werth abzuleugnen suchten, obgleich ihre spä-tere Nachahmung derselben nur zu sehr gegen sie selbst beweist.