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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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so bleibt ihr Gesichtsfeld das nämliche, und wird weder gröfser noch kleiner. Eben soverhält es sich mit der Cherbourger SchjfFslaffe^e. Die Hinzufü^ung des Drehbaumesbewirkt bei ihr nichts weiter, als dafs man ihre Bewegungspunkte verrücken kann: eineEigenschaft, welche dieser Art Schiefsscharten, nicht aber dem Drehbaume an der LafFeteinkommt. -

Sobald aber die Bewegung des Rahmens nicht mehr um den Drehnagel im Vorder-riegel geschieht, wo der Stützpunkt und das Bewegungs - Centrum Eins sind: mnfs mannothwemlig einen zweiten Stützpunkt anbringen, der an meiner LafFete in einem Block-rade von Gufseisen besteht, das sich vorn unter dem Riegel befindet. Bei der Cherbour-ger Laffete liefs sich ein so einfaches Mittel nicht anbringen. Da hier die Sohle des Dreh-baumes an die Stelle des Vorderriegels vortritt und bis an den Drehnagel geht, kann sienicht mehr als 2 oder 3 Zoll über den Erdboden erhoben werden, Fig. 33 und 34. Tab.XXXVIll. No. 7. 8. Man mufste deshalb zwei Blockräder unter dem Laufbalken anbrin-gen, und sie 8 Zoll tief und io bis 12 Zoll lang in dieselben einlassen, woraus keine ge-ringe Unbequemlichkeit entsteht. Demnach fällt es in die Augen, dafs jene Räder undjener Drehbaum in Scharten mit mehreren Bewegungspunkten auf keine Weise zu Er-weiterung des horizontalen Richtfeldes beitragen können, wie aus den Figuren der VIH. undIX. Tafel deutlich hervorgeht. Diese Theorie mufs daher bei Ausführung der Forts zuCherbourg mifsverstanden oder nicht verstanden worden seyn, weil Herr Meunier sichüberredet: man vergröfsere das Gesichtsfeld der Scharten, indem man den Drehnagel derLafFete dahin setzt, wo alle Mittelpunkte der Bewegung zusammen treffen. Ein Irthum,der wahrscheinlich Ursache ist, dafs man sich so wenig Mühe gegeben hat, die grofsenFehler der Cherbourger Scharten zu verbessern. Keine hat die gehörige Form; bei keinersind die Grundsätze befolgt (ThI. j. S. 157), auf denen allein die zweckmäfsige Gestaltaller Schiefsscharten in gewölbten Geschützständen beruhet.

Die Scharten der zuletzt gebauten oberen Batterie des Forts Royal machen mit ih-ren Backen einen Winkel von 60 Graden, Fig. 34: haben aber dieselbe äufsere Weite undHöhe von 8 Fufa und von 5 Fufs 5 Zoll behalten. Man hat hier eine Verbesserung an-biIngen wollen: hat aber die wichtigsten Mängel der Form noch bestehen lassen, weil manden Vierten Grundsatz nicht befolgte: „die Backen immer der gröfsten Seitenrichtunggleichlaufend zu machen.“ Man hätte sollen 5 Fufs anstatt 15 Zoll in die Schildmauer hineingehen, und die Backen der Scharte nach den Linien ace und bdf Fig. 35 legen, wodurchmit 4 Fufs 2 Zoll äuCerer Weite, der Hälfte der gegenwärtigen, ein horizontales Richt-feld von 75 Graden entstanden wäre. (Die Scharte hätte zugleich nun 1 Fnfs 9 Zoll äu-fsere Höhe, und 18 Zoll Weite im Hals bekommen, wie schon oben' (S. 168 im 1. Thl,)bemerkt worden ist. 1

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