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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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fete von Aix war nicht in einem zur Vergleichung geschickten Zustande. Denn wenn sie,alles übrige durchaus gleich, als die leichtere, dennoch mehr Kraftaufwand zu derselbenGeschwindigkeit der Bewegungen erforderte, mufste der Grund davon in irgend etwas Zu-fälligem zu suchen scyn. In der Tbat, die Cherbourger LafFete war unter den Augen ih-res Erfinders neu verfertigt, und ward nicht eher geprüft, bis Er zufrieden mit der Ausfüh-rung war. Die LafFete von der Insel Aix im Gegentheil war vor sieben Jahren mit dergröfsten Uebereüung verfertigt worden, weil damals es der Krieg zur dringenden Noth«Wendigkeit machte, das auf der Insel erbauete Fort schnell mit allem Geschütz zu beset-zen. Dieser LafFete stand demnach entgegen: 1) Ihre übereilte Verfertigung, bei der mannicht das beste, sondern nur das an wenden konnte, was eben zur Hand war. Ihre Ach-sen und Walzen waren daher blofs von Holz, anstatt die sehr genau abgedreheten Achsender Cherbourger LafFete in glatten metallenen Büchsen umliefen, ß) Die lange Zeit, wäh-rend der jene Laffeten auf offenen Batterien gestanden hatten, wo sie nothwendig schlech-ter werden mufsten. 3) Endlich, dafs sie beim Frieden, ohne vorherige Ausbesserung, auseinander genommen und im Fort der Insel Aix über einander geschobert, dann aber ein-geschifFt und in Cherbourg ansgeladen wurden, wodurch nothwendig die gehörige Beschaf-fenheit der Holztheüe leiden und die Bewegung mehr oder weniger gehindert werdenmufste. Aus diesen Bemerkungen folgt, dafs die vergleichenden Versuche zu Cherbourg

nothwendig als nicht geschehen anzasehen sind; dennoch aber läfst sich durch eine

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vergleichende Darstellung ihrer Verschiedenheit wohl ein richtiges Urtheil über ihren ge-genseitigen Werth Rillen.

Es ist schon oben angeführt worden (1. Thl. S. 169.), dafs man die Gewölbe der nie-drigen Geschützstände des Forts Ho-umet zu Cherbourg ohne alle Rücksicht auf den Ge-brauch des darin aufzustellenden Geschützes erbauet hatte. In diese Kasematten wardmeine 3' 10" breite LafFete gestellt, und konnte eben wegen ihrer Breiie nicht die gehö-rige Seitenrichtung gewähren, weil der Durchgang in das Nebengewölbe nicht gehörig an-gebracht war, sondern jene hinderte.

Man fand, dafs die alte, höchst wahrscheinlich nicht mit gehöriger Sorgfalt zusammengesetzte Laffete — man that mehrere Schufs, ehe man bemerkte dafs die Räder verwech-selt waren! — nicht schnell genug wieder vor an die Scharte ging, sondern vor ge-bracht werden mufste. Es kommt demnach hier darauf an, zu untersuchen: 1) Obsich die LafFete von der Insel Aix nicht eben so schmal machen läfst als die Cherbourger?a) Ob jene nicht eben so schnell in die Scharte Vorkommen kann als diese?

1) Verschmälerung der Richtbaum laffete.

Nichts läfst sich leichter bewirken als dieses. Die sechs und dreifsignfündigen LafFe-ten müssen für das Bodenstück der Kanone hinten nothwendig 3 Fufs breit seyn. Da