jedoch Jas Rohr kegelförmig abläuft, bedarf die Laffete an der Stirn nur einer Breite von<2 Fufs 4 Zoll, so dafs sie hier von der äufsern Seite eines Rades zum andern, wie hin-ten, 3 Fufs breit gemacht werden kann. Hierdurch bestimmt sich die Breite des Rah-men, wie bei der Cherbourger Laffete, ebenfalls auf 5 Fufs. Es ist dazu blofs nöthig, diezwischen den LafFetenwänden und dem Rade angebrachte Klinke mit ihrem Sperrrade(Fig. io, 12. 13. 14. Tab. XXXV.) hinweg, und aufserhalb am obern Umkreise des Radesanzubringen.
2) Das schnelle Herankommen vom Rücklauf.
Um die Cherbourger Laffete auf 3 Fufs Breite herab zu setzen, hat man die Räder,oder vielmehr die Walze welche ihre Stelle vertritt, innerhalb der Wände angebracht, folg-lich sind auch die Fugen des Rahmen, worin sich jene bewegt, nicht auswendig, sonderninwendig. Dies bedingt aber eine durchaus gleichlaufende Stellung der Laffetenwände, de-ren jede man — damit das Rohr fest zwischen ihnen liegt — am Zapfenlager um 3 Zolldicker machen, und deshalb stärkeres Holz dazu an wenden mufs, Fjg. 34. Tab. XXXVIII.Aus der gleichlaufenden Stellung der Wände ist dann ohne Zweifel der Gedanke entstan-den: sie auf den Laufbalken des grofsen Rahmen ruhen zu lassen, und so durch die Rei-bung den Rücklauf zu verringern. Die beiden Walzen sind zu dem Ende hinauf gerücktworden, dafs sie beim Rücklauf sich nicht drehen, sondern blofs zu dem Vorbringen derKanone in die Scharte dienen.
Die hintere Walze haben beide LafFeten mit einander gemein. Sie unterscheiden sichhier blofs durch die genau abgedreheten eisernen Achsen der Cherbourger Laffete, welchedie Beweglichkeit allerdings sehr erhöhen, sich aber auch eben so gut an m ei n e r Laffeteanbringen lassen, und bei ihr nicht fehlen dürfen, wenn eine richtige Vergleichung zwi-schen beiden angestellt werden soll. Ich mufs jedoch zweifeln, dafs die grofse Walze derCherbourger Laffete sehr dauerhaft seyn wird, weil sie gar keine eisernen Reifen hat,die das Aufreifsen verhindern. Wird aber der Durchmesser der Walze dadurch vergrö-fsert, oder durch das Abnutzen verkleinert, mufs die Walze nothwendig durch eine neueersetzt werden, denn ihre Beweglichkeit hängt von der höchsten Genauigkeit ihrer Formab. Ich, meinerseits, glaubte meine Räder nicht zu dauerhaft machen zu können, ob-gleich bei ihnen die Veränderung des Umrisses nicht denselben nachtheiligen Einflufs hat.Die Stellung der Räder innerhalb oder aufserhalb der Wände kann übrigens das Vorbrin-gen nicht erleichtern, sobald die Bewegung beiderseits auf eisernen Athsen in metallenenBüchsen geschieht. Ja bei den LafFeten von Aix mufs sogar eine gröfsere Geschwindig-keit statt finden als bei der Cherbourger, weil ihre Räder 18 Zoll, die Walzen der letztemhingegen nur 14 Zoll im Durchmesser haben; abgesehen davon, dafs jene ein Mittel dar-