zu setzen. Auch Er spricht als unterrichteter Mann und Kenner über die verschiedenen
BefestigungsaTten Vaubans. Um einen Begriffben, sind die Verhältnisse derselben:
von
Rozards Bsfestignngsweise
Die Seite des Achtecks - -
-
-
2io
Toisen.
Die kasemattirte Flanke -
- '
* • ■
40
— -
Der Perpendikul -
Die Streichlinie von der Bollweiksflanke
bis
• • ai
an die Spitze
47
——
des andern Bollwerks - -
-
-
150
—
Von der Flanke der Grabenscheere bis an
die Bollwerksspitze
125
—
Die Faqe des Bollwerks ist lang
-
m m m
85
—
Der bestrichene Winkel ist ein rechter.
Die Capitale hält von der Bollwerksspitze bis an den Kebl-
winkel, wo beide Courtinen zusammen stofsen - - 105 —
Cormontaignes Bollwerk hingegen hat nur - - - 46 —
Durch diese Vergrüfserung aller Maafse des Bollwerkes erweitert er die Vertheidigungs-inittel durch einen Bau von grofsem Widerstandsvermögen, aber unausführbar in dem be-schränkten Raume der früheren Systeme, selbst nicht in Cormontaignes.
Rozards abgeschnittenes Bollwerk ist ein Meisterstück, wo das Genie alle reicheHilfsquellen der Kunst aufschlielst. Wer über die Befesrigungsart mit Bollwerken schrei-ben will, mufs dieses Werk gelesen haben, um alle Hilfsmittel zu kennen, die sie dar-bietet, die sich jedoch nur mit einem sehr bedeutenden Aufwande erlangen lassen. Unddennoch ist es nur ein unbedeckter, offner Wall, bis auf die sehr guten, luftigen Verthei-digungsgewölbe unter den Bollwerksflanken, denen bloTs Scharten nach meiner Theoriefehlen, um mit der kleinsten Oeffnung das möglich gröfste Richtfeld zu bekommen. Viel-leicht wäre es auch besser gewesen, den ausspringenden Winkel des Reduits im abge-schnittenen Bollwerke von 6o° gemacht zu haben, und die Flanke weg zu lassen.
Mit Billigkeit und Einsicht handelt er von Vaubans verschiedenen Befestigungsarten,und zeigt die Mängel der mit Bollwerksthürmen, wodurch sie kein größeres Wider-standsvermögen hat als ein einfacher UmriCs, Er stimmt darin mit Cormontaigneüberein; doch keiner von beiden hat alles berührt, was sich gegen s'e einwenden läfst.Sie wäre vollkommen, wenn der Belagerer nothwendig die Bollwetkslhürme einschie-fsen müfste, und kein anderes Mittel hätte in die Fesim g zu kommen, als durch dieseSturmlücke. Cormontaigne und Rozard haben gezeigt, dafs man von der Batterieim bedeckten Wege die Courtine dicht am Bollwerksthurme bricht, und dafs letztererdurch die den Graben füllenden Trümmern unnütz wird, weil diese bis über seine Schiefs-scharten reichen. Beide Schriftsteller sind in Hinsicht der ßefeatigongsart mit Bollwerkensehr schätzbar: Rozard hat jedoch unendliche Vorzüge gegen Cormontaigne.