beschicken, mn alle ihre geräumigen und so trefflich angeordneten Kasematten*die ihrem Erbauer unendliche Ehre bringen (?), einzuscliiefsen. Ihr ganzesMauerwerfe ist in der Kehle frei und unbedeckt: ja mehrere haben noch überdieses ihreThören und Fenster hier. Gleich nach den ersten Schüssen müssen sie von den Soldatenverlassen werden.
No. 195. S. 271. „Man findet öfters Hornwerke mit Vertheidigungsgallerien unter„den Bollwerksflanken, die — anstatt der Vertheidigung günstig — ihr vielmehr nachthei-„lig sind, und die Eroberung des Werkes beschleunigen. Die Contreballerien des Belage-rers öffnen sie binnen wenig Stunden, und man kann ihre Anlage abgeschmackt nen-„nen. Es ist besser, von der Courtine eine doppelte Caponiere über den Graben nach„der Contrescarpe zu führen,“
Anmerk, Obgleich der Verfasser hier vollkommen Recht hat, so ist doch das vonihm vorgeschlagene Mittel um nichts besser. Man sieht wohl, dafs er eben so wenig vomKasemattenbau versteht, wie der, welcher die Verfhcidignngsgallerie unter den Bollwerks-flanken angebracht hat. Das Gewölbe ruht auf den Schildmauern, und es fehlt ganz anZugluft, um den Rauch abzuführen. Es sind unterirdische Keller, wo man blofs vermit-telst der Schiefslöcber atlimen kann. Dies sind aber die einzigen Kasematten, welche dieFranzösischen Ingenieure ausznführen verstehen, und die sie überall anbrirgen, wo sieGewölbebau für nöthig achten.
No. 212. S. 291. Das Ueberhöhen der Werke. „Vauban hat unterlassen,„seine Futterihauer zu decken; er führte sie bis an die Abdachung der Brustwehr, so dafs„der Hauptwall das Feld 21 Fufs, des Glacis aber 14 Fufs überhöhete. Dieser Fehler„hat die kurze Dauer mehrerer Belagerungen veranlagt, weil die Feldbatterien 12 Fufs„von der Futtermauer sahen und sie in den Ersten Tagen der Belagerung herunter schos-„ser,. Mehrere Ingenieure, welche Zeugen dieses geringen Widerstandes waren, suchten„ein Mittel dagegen, indem sie ihrem Haup walle anstatt Ci nur 12 bis 14 Fufs Ueber-„höhung gegen das Feld gaben. Sie haben dadurch die Futtermauer gedeckt, und den„Belagerer gezwungen, sich auf dem Kamme dos Glacis festzusetzen, um Btesche zu„scliiefsen.“
-An merk. Es ist einmal Vaubans Schicksal, für das getadelt zu werden, was erGutes gemacht hat, und für das übertriebenes Lob zu erndten, was er minder gut odergar schlecht gemacht hat. Der Hauptwall von Neu-Breisach, wo er die Kunst in ihrerhöchsten Vollendung angewandt zu haben glaubte, überhöhet wirklich das Feld um 21
den Franzosen allgemein der Fall zu seyn scheint. Kann man wolil ein Vertheiiligungsniittelfür anwendbar hallen, das erst dann in Wirksamkeit tritt, wenn cs in der Hand der Feindes ist?
Anmerkung.