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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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Versprechen, clie den höchsten Gipfel der Wissenschaft erklimmt zu haben glauben. Damir jedoch der Wohifahrts-Ausschufs aufgegeben hat, in Beziehung auf die Befesti-gungskunst und Artillerie meine Arbeiten fortzusetzen, mnfs ich diesem Aufträge nachbesten Kräften genügen, obgleich ich nur Hafs und Widerspruch zu erwarten habe. Ichdarf in einem so wichtigen Falle nicht schweigen. -Obgleich in dem gegenwärtigen Au-i genblicke meine Worte verloren sind, können sie doch zu einer andern Zeit nützlicheFrüchte bringen. Sie wird bald kommen, diese Zeit, wo so unterrichtete Kriegsmänner,wie die Französischen Ingenieure, einsehen: dafs es ihrem Rufe schadet, wenn sie längerdarauf bestehen, eine Sache zu verwerfen, die sich den Beifall aller Ingenieure von ganzEuropa erworben hat. Was würde man wohl von der Französischen'Artillerie gesagt ha-ben, wenn sie sich geweigert hätte, den Schleuderschufs zu gebrauchen, weil sein Er-finder Vauban kein Artillerist war?

Text S. 38. des Journal poly bechniquc. „Man fühlt e 3 jetzt nur zu sehr, dafs„in der Befestigungskunst geübte Männer selten sind. Sie bedarf der Hülfe fast aller„bekannten Künste und Wissenschaften; sie erfordert ein langes anhaltendes Studium und„eine geprüfte Erfahrung. Nur die, welche sich ihr ganzes Leben hindurch damit be-schäftigt haben, d. h. die eigentlichen Ingenieure, besitzen sie wirklich.“

Anmerk. Da 3 klingt sehr schön! Es ist die Darstellung einer Wissenschaft, zu derEines Menschen Leben, wäre er auch mit den glücklichsten Geistesgaben ansgesrattet,kaum hinreichen würde. Um sich hier verständlich zu ma:hen, mufs man die Theorievon der Praktik, d. h. den Entwurf von der Ausführung unterscheiden.

Der Entwurf hängt von der Auflösung der Aufgabe ab: gegen jeden Punkt derfeindlichen Parallelen auf dem möglich kleinsten Raume das meiste undam besten gedeckte Geschütz aufstellen zu können. Ist diese Aufgabe gelöst,80 hat der Urheber des Entwurfes nicht nöthig, sich um die Ausführung desselben zu be-kümmern. So wie ein geschickter Baumeister den Rifs zu einem sehr schönen Gebäudeweit von sich, durch gewöhnliche Handwerker, ausführen lassen kann. Bei der Kriegs-baukunst ist dies noch angemessener als bei der bürgerlichen: ihr Mauerwerk ist leichtauszuführen und überall gleich gut, wenn nur dieselben guten Materialien dazu genom-men werden.

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Der Ingenieur kann folglich, als Theoretiker, als Erfinder seines Umrisses, füg-lich mit der Ausführung derselben unbekannt, nnd dennoch ein Mann von Kopf seyn.Im eingentlichsten Verstände Ingenieur, wenn die Form seiner Umrisse der Vertheidi-gung günstiger ist als die bisher übliche. Man kann seine neuen Formen unmög-lich blof 3 deshalb verwerfen, vyeil er sie nicht selbst zu bauen oder ihre Ausführung zu

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