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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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98
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noch schwächeren Linien mit Redans sind die einzigen Feldverschanznngen, die man bisjetzt angewendet hat; inan findet in Clairacs dickem Buche nicht besseres, und folglichso gut als nichts.

Ohne Gr aben ver th ei d igu n g aber bei den Feldschanzen keineWiderstandsfähigkeit I Es hilft nichts, sie auf Höhen zu legen, sobald diese nichtvöllig unzugänglich sind. Ich habe im Jahr 1734 die Linien hei Etlingen, jeneeits desRheines, ersteigen gesehen Ich sähe 1744 ' n der Grafschaft Nizza die Verschanzungen aufden Höhen von Montalban, die der BaTricaden zu Vertheidignng des Stura-Tha-les angelegt, und die Verschanznngen von Cha tea u-D auphin zum Schutz des Moira-Thaies erobern. Bei den letztem waren die stürmenden Truppen, des heftigen Feuersobngeachtet, das viele Leute tödtefe, in dem Graben angelangt, und wollten sich diesemFeuer beim Rückzuge nicht von neuem aussetzen. Da sie hier blofs von dem Himmelgesehen wurden, hatten sie Zeit genug, in die felsigen Wände des Grabens mit den Bajo-netten Löcher zu bohren, und so — einer auf des andern Schultern steigend — das Fortzu erklimmen, wo sie die Besatzung nieder machten.

Ich glaubte demnach etwas Nützliches für die Kunst zu thun indem ich (Thl. II. nndIII.) Reduten und kleine Forts entwarf, mit Anstalten zur Grabenvertheidigung. Das vonmir auf der Insel Oleron 1761 angelegte verschanzte Lager, mit den Fleschen-Reduten,ist ein Beispiel davon, Tab. XXIX. XXX. Jene verschiedenen Reduten und Forts sindmehr oder weniger stark, nach Verhältnifs des Zweckes, der Zeit und der vorhandenenBaumittel; alle aber schützen die Besatzung vollkommen gegen das feindliche Feuer, dafsdurch dieses allein die Uebergabe nicht herbeigeführt werden kann, wie es sonst bei allenFeldschanzen der Fall ist.

Es scheint mir deshalb von der höchsten Wichtigkeit, dafs die Ingenieure in Alleinvollkommen unterrichtet sind, was sich auf die Feldbefestigungen bezieht; dafs sie sichbemühen, durch Verbesserung meiner Anwendung der von mir aufgestellten Grundsätze— wenn es etwas daran zu bessern giebt — diese nur zu sehr vernachlässigte Wissen-schaft zu fördern. Sie mufs man jeden Augenblick ausiiben, während in einem ganzenJahrhunderte kaum Eine oder zwei Festungen gebaut werden. Man beschränke sich hiernicht auf Clairacs Werk, in dem sich nichts findet, als was eine vieljäfmge Erfahrungfür untauglich erklärt. So hatten unsere Ingenieure im Jahr 1743 auf diese Weise in BaicrnDingelfingen und Landau an der Iser und Deckendorf an der Donau befestigt, die alle inweniger als Einer Stunde erstürmt wurden.

Man lehre sie meine verschiedenen Befestignngsarten, oder lehre sie noch bes-sere. Schwerlich wird man aut einem so kleinen Raume ein stärkeres Fort anlegen kön-nen, als das auf Tab. XXII. Fig. g. dargestellt*. Die Caponiere, die bedeckten Flanken