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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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99
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tmd der Thurm in der Mitte können andere Waake bekommen, immer” aber wird dieForm dieselbe seyn, und durch ihre Theile die Verthekligung auF eine seltene Weise för-dern. Das Fort Tab. XXVIII Fig. 10- 15 bietet durch seine abgesonderten Cavaliere wie-der andere Vortheile dar. Solche Entwürfe scheinen mir den Schülern Gelegenheit zumStudiren zu geben, und durch daran zu machende Veränderungen ihren Erfindnngsgcist zuüben. Denn es ist nnwklersprechlich, cMs der Unterricht des angehenden Ingenieurs dieFeldbefestigung in allen ihren Theilen umfassen dafr man sich bestreben muk, bei ihrein weit g^öfseres Vertheidigungsvermögen hervor zu bringen, als der Ritter Clairac nurabnete, und in seiner weitläuftigen Sammlung angegeben hat.

Text S. 58 . No. 5. „Dieser Zweig der Kriegskunst, der die meisten Kenntnisse„erfordert, ist den Generalen, und andern unerwartet zur Verteidigung des Vaterlandes„aufgerufenen Bürgern fast ganz fremd.“

Dies ist ohne Zweifel nur von der Theorie zu verstehen; denn man kann wohl nichtverlangen, dafr der Oberbefehlshaber einer Armee alle sich auf die Ausführung des Mauer-weTks beziehende Kenninisse besitze. Beschränkt man die Theorie blofs auf den Umrif#mit Bollwerken, kann man sie ohne vieles Studium inne haben: weil es blofs auf dieLänge der Vielecksseiten und auf die Länge des aus ihrer Mitte herabgezogenen Perpen-dikuls ankommt. In Hinsicht der hohen Kunst des Defilements beziehe ich mich aufdas in Thl. II. S. 82 darüber gesagte. Wenn man übrigens eine gründliche Kenntmis derBefestigungskunst von den Generalen fordert, wird man doch nicht glauben, dafs sie ihreran der Spitze der Armeen bedürfen, wo von Erbauung einer Festung wohl nicht die Redeseyn kann. Ein grofser Gewinn für die Kunst wäre es allerdings, wenn die commandi-renden Generale in den Provinzen gute Theoretiker wären, damit sie die von ihrenuntergebenen Ingenieuren gemachten Entwürfe beurtheilen könnten! Frei vom herrschen-den Zunftgeiste würden sie nicht, wie gewöhnlich, alles blindlings bewundern, sondern zurechter Zeit widersprechen.

Was jedoch den Generalen stets unentbehrlich ist, sind die Kenntnisse der Feldbefe-stigungen. Diese Kunst ist als hiebt vorhanden anzuseben: denn es ist nicht genug, ei-nen Graben um sich hemm zu ziehen, man mufs auch die Mittel kennen, ihn zu ver-theidigen. Ich habe diese Mittel zwar im gegenwärtigen Werke angezeigt; sie sind abernoch nicht angenommen. Die Ingenieure müssen demnach entweder das letztere thun,oder andere und bessere Mittel erfinden. Man kann nichts anderes über diesen Gegenstandsagen, und es wird immer ein Vorwurf für sie bleiben, wenn sie weder das Eine nochdas Andere tlinn.

Text S 59. No. 6. „Zu einer Zeit, wo das Bcdürfnifs sehr lebhaft gefühlt wird,„kann die Marktschreierei sehr traurige Folgen haben, indem sie überall Befestigun-gen nach ihrer Weise anlegt.“

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