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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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Die Marktschreierei mufs zu jeder Zeit üble Folgen haben, weil sie, dem Sinnedes Wortes nach, den Dingen einen blofs eingebildeten Werth beilegt. Sie ist nichts an-ders, als die Kunst zu betrügen. Wer kann aber hier Marktschreierei anwenden?Doch wohl niemand anders als die Kriegsbanmeister, denen die Ausführung solcher Ar-beiten aufgeiragen wird. Diese Marktschreier werden demnach ihre eigenthümli-che Befestigungsart haben, und es kommt nur darauf an, die einen und die andernzu nennen. Wahrscheinlich soll der Ingenieur Tilley einer seyn, weil er auf der InselAix sein Mdzalectre anbringen wollte, das mit Vau bans Umrissen nichts gemein hat.Dies konnte in der Tbat für Marktschreierei angesehen werden; er himerging sichjedoch selbst, und war folglich wohl im Irrthum, jedoch kein Marktschreier. Manmufs ihn vielmehr als einen Mann ansehen, der bei der vieljährigen Ausführung der Be-festigungsart mit Bollwerken, nach Vauhans und anderen ähnlichen Umrissen, ihre Män-gel fühlte, und von dem lobenswerthen Verlangen getrieben, eine so unvollkommeneKunst zu verbessern, die Mittel anwandte, die ihm sein Erfindu'ngsgeist darbot. Es warSchuld der Natur, und nicht seine, dal's er dieses und nicht etwas anders erfamL Er istweit höher zu schätzen als die unerschütterlichen Lohredner alles Schlechten in dieser Art,die alles verwerfen was besser seyn könnte, und sich die gröfste Mühe geben, diese schwa-che Befestigung noch schwächer zu machen, indem sie d^n Umrifs ihrer Wälle mehr undmehr der geraden Linie zu nähern suchen. Das ist, so zu sagen, eine ganz neue Küche,die allen Grundsätzen Vauhans und - des geachtctesten seiner Nachfolger, Cormo».taignes, widerspricht. Dieser verlangt stark eingehende Winkel, und geht hierin nochweiter als Vaub an, der bei allen Vielecken, vom Sechseck an, dem Perpendikul EinSechstheil der Polygonseite giebf. Er sagt ( Architecture militaire S. 68):

„Bei dem Achteck und darüber solle man dem Perpendik’ul Ein Fünf-„theil der Podygonseite geben, um keine so stumpfen Bollwerke zu be-kommen.“

Was thun aber seine eifrigsten Verehrer, die den sinnreichen Cormon taigne stetsim Munde führen? Sie geben bei ihren, möglichst in gerader Linie gelegten Fronten demPerpendikul nur Ein Zehntheil der Polygonseite. Eine ganz neue Theorie, deren Ur-heber man bis jetzt noch nicht kennt: wahrscheinlich, weil er selbst keinen grofsenRuhm davon zu haben glaubt ! So kommt die Kunst täglich mehr zurück, anstatt vor-zuschreiten.

Text S. 4z. „Es wird ins Blaue hin gestritten, oder es werden zwar sinnreiche,„aber auf keinem festen Grunde beruhende Befestigungaiten erfunden.“

Wenn ein System auf keinem festen Grunde beruht, kann es auch nicht sinnreich6eyn. Worinnen besteht aber wohl jener feste Grund, den die von Euch so sehr verach-teten Schriftsteller nicht haben? Sie wufsten recht gut, dafs Ihr und Euresgleichen nach