lassen. Was soll es aber seyn? — Vielleicht ein einzelnes Hornwerk,’ wie bei Brest,und wie man es bisher in ähnlichen Fällen machte.' Weil aber bei einer so schmalenFronte die kurzen Courtinen mir eine sehr geringe Wallhöhe gestatten, wird man nichtunterlassen, mit Verschwendung ries Mauerweikes in jede Flanke eine enge Gallerie ohneallen Luftzug zu legen, wo man schon beim zweiten Flintenschufs ersticken mufs. Denndas ist alles was sie zu machen wissen.
Ith meinerseits werde mich weder durch ein Horn werk, noch durch ein doppeltesH ornwerk, das man mit dem Namen eines Kronwerkes beehrt, mich einer wichtigenHöhe versichern. Ich werde vielmehr eins meiner vermischten Forts dazu gebrauchen,wie sie im 2ten und 3ten Th eile beschrieben sind.
Man vergleiche jene einfache und doppelte Hornwerke mit ihnen, und be-weise dann, dafs diese eine stärkere Verteidigung gewähren. Ich halte es eines vernünf-tigen Mannes unanständig, etwas zu behaupten was er nicht beweisen kann.
Text. Consider. S. 103. (Uebers. S. 146.) „Man mufs die schon vorhandenen„Festungen benutzen, weil sie schon die nöthigen Anlagen enthalten: wären sie auch nur„als Zufälligkeiten oder als Terrainabschnitte anzusehen. Immer sind sie besser„als bloße Naturhindernisse, und auch diese darf man nicht vernachlässigen. Man„wird diesen Satz bestreiten. Thut nichts! wenn man auch sagt, dafs es bei der Menge„von Bomben und Kugeln, womit man die Festungen beim Angriff überschüttet, nicht„erlaubt sey, die Einwohner der Stadt solchem Unheil auszusetzen.“
Es wird wohl niemand bestreiten können, dafs mittelmäfeige und unvollkommeneFestungen besser sind als blofse Naturfaindernisse. Nicht minder wahr aber ist es,dafs man es für eine grolse und reiche Stadt als ein Unglück ansehen mufs, wenn sieeine Festung nach der gewöhnlichen Weise wird. Sie ist nämlich dann fest genug, umzerstört werden zu müssen, aber nicht so fest dafs sie nicht erobert werden könnte. Mandarf die Städte jedoch auf der andern Seite auch nicht offen lassen, weil sie aufserdem injedem Kriegsjahre drei- bis viermal ausgeplündert werden würden.
Was ist demnach zu thun? Sie zum Schutz gegen die Marodeure blofs mit einerMauer umgeben, und den Aufwand für die sogenannten Aufgenwerke dazu anwen-den; auf 1200, 2000 bis 2500 Schritt einzelne Forts zu erbauen, die so nahe an einan-der liegen, dafs keins für sich allein eingeschlossen werden kann. Wären die Forts sooder besser eingerichtet, wie ich sie in den vorhergehenden Theilen dieses Werks angege-ben habe, würde der Feind viermal mehr Zeit nöthig haben, um Eins zu erobern, als ergebraucht die .Stadt zu erobern. Kann es z. B. wohl etwas Unregelmäßigeres und Schlech-teres geben als die Wälle von Strafsburg? Setzt sich der Feind auf die Nordseite vordem Thore von Zabern, werden seine Batterien die Stadt nach ihrer ganze Länge be-streichen, und ihre Häuser in einen Steinhaufen verwandeln. Wie ist aber diese Nordseite
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