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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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Tage Widerstand leisteten, folglich bei einer Belagerung dreimal länger als bei der an-dern? Die Erfahrung lehrt demnach, dafs jede allgemeine Schätzung durch die bcsondernUmstände, die man unmöglich voraussehen kann, unsicher wird. Sobald man aber voneinem allgemeinen Verfahren, selbst bei anscheinend gleichförmigen Festungen mit Boll-werken, keine Genauigkeit erwarten darf: wie läfst es sich auf andere von ganz verschie-dener Einrichtung, oder die ganz eigentbüxnliche Vortheile gewähren, anwenden? Bei demAngriff von Gibraltar ergiebt dieses Verfahren für eine ähnliche Festung einen Unterschiedwie 3 Wochen zu 3 Jahren. Hieraus folgt, dafs es nur allein in durchaus gleichen Fäl-len brauchbar ist, um einen ohngefähren Sclxlufs machen zu können. Mehr zu erwar-ten wäre Thorheit!

XXIII. ,,Es war bis jetzt nicht bekannt.“

25. Der Bericht der Herren Commissarien ist vom 16. Marz 1785; das Verfahren istaber schon im Fünften Theile der F or tif ic ation y crpendiculnire, die zu An-fang des Jahres 1784 erschien, in dem Kapitel Von der Beurtheilung der Stärkeverschiedener Befestignngsarten (Thl. II. der Uebers.etznng) erwähnt und beschrie-ben, bei Gelegenheit der Vergleichung zweier Befestigungsentwürfe fü-Metz, von Belidorund Cormontaigne.

26. Diese Vergleichung wird ebenfalls vermittelst einer angenommenen Belagerungangestellt, wo Cormontaigne die Fortschritte der Laufgräben nach Nächten bestimmt,so wie die Ingenieur-Officiere in ihrer Schrift, von der die Commissarien an die Akade-mie Bericht erstatten. Man findet aber a. a. O. eine vollständige Widerlegung alles des-sen, was Cormontaigne gegen Belidors Befestigungsart ausfühven zu können wähnte.

27. Verfolgt man jene Bemerkungen über die Schrift de3 Herrn von Cormon-taigne, naafs man sich mit Recht wundern: dafs eine so ausführliche Widerlegung je-nes Verfahrens von einem Mitgliede der Akademie von den Commissarien derselben Aka-demie gar nicht erwähnt, sondern dafs sie als nicht vorhanden betrachtet wird. Dies waraber auch der Einzige Weg, von einem schlechten Werke einen guten Bericht zu erstat-ten. Es war der Akademie von dem Herrn Fourcroy, einem Günstlinge des Ministers,vorgelegt worden; man mefste daher dem Schützlinge gefällig sevn, um den Beifall desBeschützers zu erhalten. Die Mitglieder der Akademie haben bei dieser (auch bei man-cher andern) Gelegenheit gezeigt, dafs sie bessere Höflinge als Philosophen waren. Waswar die Folge davon? Ein Urtheil, wo die Partheilichkeit der Richter an die Stelle derihnen fehlenden Kenntnisse trat. Herr De la Place war der Einzige unter den dreiCommissarien, dessen Meinung sich auf wirkliches Wissen gründen konnte: allein er hattenar Eine Stimme. Alles was er thun konnte war, die Bemerkung Nr. XXIV. hinzufü-gen zu lassem