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.Ausnahme zu erobern. Diese zur Eroberung der Festung erforderliche Anzahl Tage nen-nen sie die eigenthümli che oder absolute Stätke derselben, die, durch den Betragder Baukosten jeder Befestigungsart geiheilt, als Quotienten das Moment oder den v e r-hältnifsjna feigen Kriegswerth der zu beurtheilenden Festung* fronte giebt.
53. Ich habe schon oben gesagt, dafe die seit 100 Jahren geführten Belagerungen nurals Erfahrungen über die nach dem gangbaren Systeme angelegten Festungen gelten kön-nen. Ihr Widerstand kann nur unter den Nr. 20. angeführten Bedingungen, und nur inso fern als Beispiel für andere gelten, als diese ihnen vollkommen ähnlich sind. Unmögs-lieh aber lafet sich auf das Widerstandsvermögen einer neuen Befestigungsart schliefsen,die durch neue und vielfache Vertheidigungsmittel die Schwierigkeiten vermehrt und denWiderstand verlängert.
59, Die mit so wenig Genauigkeit bestimmte absolute Stärke soll, durch den mit glei-cher Unzuverlässigkeit geschätzten Aufwand dividirt, das Moment oder den Kriegswertheiner jeden befestigten Fronte geben.
40. Nach oben Nr. 25. kann der Aufwand den Kriegswerth der Festungen nicht än-dern. Die am längsten Widerstand leistet wird allezeit die bessere seyn: ein Grundsatz,den die Verfasser selbst anerkannt haben. Jene Division der absoluten Stärke durch dieBaukosten fällt demnach bei der geringsten Ueberlegung und nach dem eignen Geständ-nisse der Verfasser in Nichts zusammen. Wenn in Brüchen die Zähler und Nenner gleich-
20
förmig zu- oder abnehmen, bleiben die Quotienten dieselben:
, 4o
10 und — = 10.
Hat folglich eine Festung 20 Tage absolute Stärke, und eine andere 4 ° Tage, wäh-rend die Baukosten der erstem durch 2, und die der zweiten durch 4 ausgedrückt wer-den, ist das Moment einer jeden von ihnen = io, da doch die letztere für den Kriegdoppelten Werth gegen die erstere hat.
41. Hätte man ein genaues Verfahren, um die absolute Stärke befestigter Fron-ten zu bestimmen, wäre es weit einfacher, die zu wählen, welche bei übrigens gleicherSiärkb weniger kostet: jedoch unter allen Umständen der stärkeren den Vorzug zu ge-ben. Die Verfasser sagen ja seihst: dafs ein Fürst nothwendig dabei verlierenmufs, wenn er weniger ausgiebt um eine schwächere Festung zu bekom-men. Wozu aller jener Kram von Brüchen, wozu die weitläuftigen Tafeln des gegensei-tigen Werthes befestigter Fronten. Die darin enthaltene neuere Französische Befestigungs-art ist noch nie belagert worden; ihr Werth gründet sich auf keine Erfahrung. Vau-bans Flanke hatte 26 Toisen Länge, die n«n. e re hingegen hat nur 18 Toisten. KürzereFlanken aber können unmöglich besser seyn!
42. Das ist denn der berühmte Vergleichitngemaafsstab, um alle gegenwär-tige und künftige Befestigungsarten zu beurtheifen. ‘Diese Untersuchung ihrer Momente
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