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Erfahrungen über Fabrikation und Haltbarkeit des eisernen und bronzenen Geschützes / gesammelt von Dr. Moritz Meyer
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Seite
32
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Man beschoss nun 2 aus dem Flammofen gegossne undein sehr hartes aus dem Hohofen erzeugtes 6pÖliges Bohr mit950 Kugelschüssen, 50 Kartätschschüssen, und abermals 500Kugelschüssen ä 2 Pfd., welche die Geschütze ohne Erweite-rung des Kalibers aushielten; ein Zündloch hatte sich um 0,16Zoll erweitert. Dieselben Geschütze wurden nun noch derSprengprobe unterworfen. Man fing mit 2 Pfd. Ladung undeinem Cylinder von 3 Kugeln schwer an, den 2len Schuss thatman mit 2% Pfd. und demselben Cylinder, den 3(en mit 2 Pfd.und einem 6 Kugeln schweren Cylinder, und nun stieg man mitBeibehaltung des Cylinders bei jedem Schuss um i/ 2 Pfd. Pul-ver. Ein Flammofengeschütz sprang bei 3 Pfd., eins bei 3^ a ,das Hohofengeschiitz erst bei 9</ a Pfd. Ladung.

Diess sind die günstigen Resultate, die wir von der Halt-barkeit des schwedischen Geschützes ermitteln konnten; esfehlt daneben aber auch nicht an minder guten, ja an schlech-ten, die wir nun ebenfalls, so weit sie uns bekannt geworden,vorlegen wollen.

Bei den auf den Hütten angestellten Proben sprangensehr oft Geschütze. So sprangen auf einer Hütte von einerfür Dänemark gegossnen Lieferung \/>, der Geschütze, auf ei-ner andern zersprangen hinter einander 8 norwegische 18 Pfder,und es ist nichts Seltnes, dass Schildzapfen bei der Probe ab-brechen, und zwar geschieht dies meist immer nur bei übri-gens sehr guten Geschützen, weil das darin enthaltene sehr har-te Eisen £s. unten) in den Schildzapfen leicht krystallinischund spröde wird. Bei dem Anschiessen der Hellwigschen 24Pfdersollen viele gesprungen sein. In Dänemark sind auf der Flottemehrere schwedische Geschütze gesprungen, z. B. 1832 ein 18Pfder obwohl die Landgeschütze bei ä / 12 kugelschwerer Ladungsich immer bewährt. In Preussen sprang 1833 ein 1828 inSchweden gegossner 24 Pfder nach 138 Schuss, während zweigleichzeitig gegossne 1800 gehalten. 1832 soll ein älteres schwedi-sches Geschütz apf der schwedischen Flotte gesprungen sein. Eini-ge ältere schwedische Geschütze erhielten beim Beschiessen Risse.

Auch nach dem Probeschiessen springen Geschütze, jaselbst bei blinden Schüssen, z. B. bei einem Freudenfeuer inChristiania. Auf der Flotte sollen mehrfach ältere Geschützegesprungen sein, besonders im Kriege von 1809. In Karls-