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Gusse zugegen sein und während dieser Zeit Theil an derLeitung des Hohofenbetriebs haben sollte. Auch sind in neue-rer Zeit die Proben sehr erschwert worden (s. unten).
England.
In England wird eine grosse Menge eisernen Geschützesgegossen; so wurden z. B. 1801 berechnetGeschütze und Munition für die Regierung 215,042 Ctr. (Treuss.)Abbrand und Bohrspäne 25,565
Geschütz und Munition für die Ostind. Komp. 98,327Abbrand und Bohrspäne 13,675
Geschütz und Munition für Handelsschiffe 196,654Abbrand und Bohrspäne 19,665
564,918 Ctr.
Die ganze ungeheure Marine ist damit versehen, jedesHandelsschiff führt davon einige, und in Woolwich allein sahenwir 26,000 Stück aufgestapelt.
Den grössten Theil der Lieferung hat jetzt wieder das1760 gegründete und eine Zeit lang in Verruf gewesene Car-ron, das die grösste Geschützgiesserei der Welt ist. — Einanderes sehr bedeutendes Etablissement, Masbrough, liegt beiRotherham und gehört Walker et Comp. Man hat dieserGiesserei in den letzten Jahren viel Geschütz zurückweisenmüssen, weshalb man ihr von Seiten der Regierung jetzt auchkeine Lieferung giebt. Ausserdem giessen noch Gospeloak beiBirmingham und Low Moore in Yorkshire Geschütze.
Alle englischen Giessereien sind auf Flammofenbetrieb be-gründet und erzeugen sich meist ihr Roheisen selbst. Vorkurzem goss man in Masbrough, einer Hütte, die durch denGeschützguss allein reich geworden, noch aus dem Ilohofen.In Gospeloak sind jetzt zum Geschützguss 10 Flammöfen inThütigkeit. Es wird nur Coakeisen zum Gusse angewandt, daHolzkohleneisen, des Holzmangels wegen, fast gar nicht mehrin England vorkommt.
Man hat bei uns ein Vorurtheil gegen Coakroheisen undhalt es für zu spröde; diess ist aber nicht der Fall; es scheintsogar, als würde sich diess Eisen besser als jedes andere zumGeschützgusse eignen. Das englische Geschütz ist sehr halt-bar, schlesisches und französisches Coakroheisen ebenfalls, wie
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