Buch 
Erfahrungen über Fabrikation und Haltbarkeit des eisernen und bronzenen Geschützes / gesammelt von Dr. Moritz Meyer
Entstehung
Seite
57
JPEG-Download
 

57

Das 5te Geschütz sprang nicht, obwohl bei dem Schussmit 11 Kugeln man die letzte mit 3 Batterienägeln verkeilte.Es ward zu einem Zielschiessen aufgehoben. Beim Bronze-geschütz wurde bei dem Schuss mit 11 Kugeln die letzte mit3 Batterieniigeln verkeilt und bei 12 Kügeln mit 6 Nägeln.Der Cylinder war von Blei.

In Folge dieser Versuche beschloss die WürtembergischeArtillerie, einige 12pfdige Kanonen und lOpfdige Haubitzen,so wie mehrere ISpfudige Kanonen von Eisen giessen zulassen.

Bei einem Vergleichs versuche mit einem bronzenen undeinem eisernen 6Pfder., wo man 20 Schuss aus beiden that,stieg die Temperatur des erstem auf 13,5° R., die des letztemnur auf 8,5° R. (bei einer Lufttemperatur von -{- 4° R.j

Sachsen.

Es wurden 1826 für die König!. Sächsische Artillerieschule3 12 pfdige Kanonenrohre von 4>/ s Centn. Gewicht und ein4pfdiges Ilaubitzrohr, genau von denselben Dimensionen als diein Sachsen üblichen Bronze-Röhre dieses Kalibers, auf derLauchhammer Hütte gegossen.

Eins dieser 3 pfdigen Geschütze hatte eine Galle in derSeele im langen Felde, und war deshalb von der Hütte selbstverworfen worden; es sollte, um die Haltbarkeit des Eisenskennen zu lernen , gesprengt werden. Der König!. SächsischeObrist von Boudet giebt in einem Schreiben darüber folgendeNachricht.

Man that den ersten Tag 93 Schüsse zu 1 Pfd. Pulverund 1 Kugel mit hölzernen Spiegeln, in einem Zeitraum von% Stunden, das Rohr wurde nicht abgekühlt, man konnte be-quem die Hand darauf erleiden; bei einem ähnlichen Bronze-geschütz war nach 45 Schuss die Hitze so gross, dass man esabkühlen musste.

Den 2ten Tag geschahen folgende Schüsse:

1 Schuss alPfd.Pulverl VorscblagSloseKugelnl Vorschlag (eineKu-gel zersprang im Kohr)

1 11 / 2-1 1 - 11-2 - 1 2 - 1 - (lKugel zer-

sprang im Kohr)