1 Schuss äSPfd. Pulver 1 Vorschlag 2 lose Kugeln 1 Vorschlag (beide
Kugeln zersprangen)
1—3 —■ 1 — 1 geschmiedeter Cylinder, 4Kugeln
lang, 30 Pfd. schwer. 1 Vorschlag.
Das Bohr zersprang bei diesem Schüsse. — Der Theilvor dem Schildzapfen war ganz und 5 — 6 Schritte nach vorngeworfen; kurz vor der Mündung' lag der Cylinder. In derSeele zeigte sich im Langenfelde dicht vor dem Zapfen einmerklicher Eindruck, der einem Eindruck auf der obern vor-dem Kante des Eisencylinders entsprach. Der Cylinder hattenur 0,05" Spielraum; es ist daher sehr wahrscheinlich, dassder Cylinder sich angestemmt, und so das Geschütz zerrissenhabe. Der Theil des Geschützes hinter dem Zapfen war in40 — 50 Stücke zersprungen.
Aus den als gut abgenommenen Kanonenröhren geschahen3 Probeschuss ä kugelschwerer Ladung, 3 Kugeln und 3Vorschläge. Aus der Haubitze that man 3 Wurf mit kammer-voller Ladung und einer Granate. Seitdem sind schon sehrviele Schüsse aus diesen Geschützen geschehen, und sie habensich so gut gehalten, dass die fernere Anschaffung noch eines3Vfders. und eines Haubitzrohrs, so wie in der neuesten Zeiteiner ganzen 13pfdigen. leichten Batterie, deren Geschütze dieDimensionen der sächsischen Feld - 13Pfder. erhalten, bestimmtworden.
C. Geschütze aus Kupfer legirungen.a. Legirungeu von Kupfer, mit Zinn, oder mit Zinn und Zink.
Wenn man der Nachricht des Vossius, dass schon1055 n. Chr. in China Bronzegeschütz gegossen worden, kei-nen Glauben beimessen will, so sind die gegossenen Maschi-nen, womit die Araber 1230 Steine schossen, wohl alsdas älteste Bronzegeschütz anzunehmen, da Geschütz schon frü-her gebräuchlich war und man das Giessen des Eisens in sogrossen Massen damals noch nicht kannte; das Material dieserGeschütze kann daher füglich Nichts andres als eineKupferlegirunggewesen sein. Von einem 1501 in Amberg gefertigten Bron-zegeschütz spricht Villarit. 1366 führt Micrelius tor-menta aenea an. 1372 giesst Aarau in Augsburg ein 50-, ein70 - und ein 127 pfdiges Bronzegeschütz, und theilt die Giess-