machen ihre Formen (meist Sandformen in Kasten) sehr dick,und lassen z. B. sehr dicke Bombengeschütze 8 Tage lang inder Dammgrube stehen. Man scheint diess dort für einen sehrwichtigen Kunstgriff zu halten. Für Holzkohleneisen dürfte einso langes Stehen nicht nüthig sein, da es nicht so lange flüs-sig bleibt als Koakeisen. — Auch in Lüttich hält man die Ge-schütze möglichst lange in den Formen, dagegen werden invielen Hütten die Geschütze, wenn sie noch'rothglühn, von derFormhülle befreit; besonders häufig geschieht es da, wo es anInventarium fehlt, und wo man die Eisentheile bald immer wie-der zu neuen Formen haben muss. Beim Giessen in Sand, wobloss die Giesskasten abgenommen und die Sandhülle ungestörtgelassen wird, schadet diess noch nicht so viel, als beim For-men in Lehm, wo die Formhülle ganz zerbrochen werden muss,um die innersten Längenstäbe und Ringe heraus zu bekommen.— Die Geschütze sind meist nach diesem oft gar nur stellen-weisen Blosslegen noch 3 — 4 Tage' so heiss, dass man sienicht mit der Hand anrühren kann; diess schadet der Kohäsionunbedingt, denn es ist damit ganz wie mit den schlecht ver-kühlten Gläsern, wobei hier noch der Uebelstand dazutritt, dass,theils wegen der ungleichen Dimensionen, theils wegen der un-gleichen Blosslegung von der schlecht wärmeleitenden Hülle,die Abkühlung, und mit ihr die Umwandlung einer Eisenkoh-lenstoffverbindung in die andre (s. oben), sehr ungleich ge-schieht. — Wollte man vor allen Störungen der Haltbarkeitdurch Einwirkung des Abkühlens sicher sein, so müsste dasGeschütz nach dem Gusse, oben mit glühenden Kohlen bedeckt,über diese warme Erde einige Fuss hoch geschüttet werden,und in der schlecht wärmeleitenden, vor dem Gusse stark er-hitzten, Form so lange unberührt bleiben, bis es die Tempe-ratur der Atmosphäre angenommen. Ein Adouziren des Ge-schützes, wie Grignon es vorgeschlagen, der es 12 Stundenin Oefen durchglühen will, ist kaum ausführbar. Ein langsa-mes Erkalten in der Form fordert nur ein grösseres Inventa-rium, bringt aber dieselbe Wirkung ohne Schwierigkeit hervor.
Welche Form schlechter wärmeleitend sei, die von Lehmoder Sand, ist zwar noch nicht völlig entschieden, doch scheintes, als habe die Sandform, besonders wegen der eisernen Ka-sten, in die sie eingeschlossen ist, stärkere Leitungsfähigkeit,