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Die Organisation und die Leistungen der Feldartillerie : eine Zeitfrage für alle Heere / von einem süddeutschen Artillerie-Offiziere
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fanterie und 33,300 Mann Kavalerie zusammen 158,100Mann nebst 53 Feldbatterien oder 636 Feldgeschützen (dader Stand einer Batterie zu 12 Geschützen gerechnet ist) zu-sammengesetzt gewesen war. Ein gleiches Zahlenverhältnißzeigte die russische Feldartillerie auch in dem ungarischen Kriegevon 1849, indem sie bei 114,601 Mann Infanterie und24,610 Mann Kavalerie zusammen 139,211 Mann528 Feldgeschütze mit sich führte.

Richten wir dagegen unsere Blicke auf die deutschenArtillerien, so finden wir nach den einzelnen Bundeskon-tingenten, daß das nnmmerische Verhältniß der Feldartilleriezwischen 1,5 (Oldenburg) und 2,2 Geschützen (Oester-reich, Preußen, Bayern, Württemberg, Sachsen,Hannover, Baden, Nassau) auf je 1000 Mann derübrigen Waffen variirt, und daß sich dieses Verhältniß beidem Gesammt - Effektivstande der deutschen Bundesarmee mit227,168 Mann Infanterie und 40,650 Mann Kavaleriezusammen 267,818 Mann mit ihren 580 Feldgeschützen,auch nur zu 2,2 pro millv herausstellt.*)

Die englische Feldartillerie hatte bei ihrem aus-gezeichneten Materiale lange nicht das ihrer Organisation an-klebende Mangelhafte erkannt, bis endlich im Jahre 1846mehrere Stimmen laut wurden, welche die englische Artillerie-Macht als eine zu geringe schilderten.**) Es ist bei dieserGelegenheit darauf aufmerksam gemacht worden, daß mehrZeit und Mühe erforderlich sei, neue Artilleristen zu bilden,und daß jeder Ausfall in ihrer Zahl nicht durch Milizen oderFreiwillige, die für die Infanterie und Kavalerie eine nützlicheAushülse gewähren, ersetzt werden könne. Die Amerikanerseien vorsichtiger (heißt es), ein großer Theil ihres Heereszu Zeiten sogar die Hälfte bestehe in Artillerie. Unglück-licher Weise scheine die Unvollständigkeit der Artille-

*)Heerwesen der Staaten des deutsche» Bundes" v. Max v. Al-tander.

vu!te<I Service Usgsüinc." t846. Januarheft.