seinem Zuge über die Schweizeralpen im Panixer-Passegezwungen sah, nm sie nicht dem Feinde zu überlassen. —
2. Leistungen im Verteidigungskriege.
„Alle Kriegskundigen" — sagt Wittich in seinem neue-sten Werke über die Grundsätze der Besestigungskunst— „stim-men darin überein, daß ein bloß passiver Widerstand nie vonbesonderem Erfolge sein könne, daß die bedeutendsten mate-riellen Hindernisse, wenn man sich auf ihre strikte unmittel-bare Vertheidigung beschränkt, bald überwältigt sind. DenGrundsätzen der Taktik gemäß, denen man jetzt (und in gewis-sem Sinne mit vollem Rechte) eine durchgehende Anwendungauf sortistkatorische Anlagen zugesteht, müßte sonach dem Ver-mögen einer kräftigen Offensive hier jeder mögliche Vorschubgeleistet werden."
Die Wahrheit dieses Satzes kann nicht bestritten werden;wir finden sie zu gründlich belegt.
Schon Carnot fühlte das Bedürfniß, häufige Ausfällezu unternehmen, um den Vertheidiger in den Zustand einesAngreifenden zu versetzen, und dadurch dessen moralische Kraftzu erhöhen. — Vorher räth selbst Vanban, ungeachtet nachseinen Grundsätzen der Vertheidiger seine Kräfte hinter demWalle behalten und nicht das Freie aussuchen soll, dennochin seiner „ Ivsii-uolion pour Llravos" an, Ausfälle zu versu-chen. —
Von Napoleon heißt es in seinen „Maximen der Krieg-führung," daß er sagt: „Weder ein Fluß noch irgend eineLinie (also auch die Umfassung einer Festung) können verthei-digt werden, ohne offensive Punkte zu haben; denn wennman nichts gethan hat, als sich zu vertheidigen, so hat mansich Gefahren ausgesetzt, ohne irgend etwas zu erreichen.