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Tage des Marsches an muß dafür fortwährend gesorgtwerden. Wehe der Artillerie/ welcher es an Eisen, dasheißt an vorräthig gefertigten Hufeisen fehlt! Es kommenLagen im Kriege vor, in denen es trotz der jetzt einge-führten Feldfchmicden nicht möglich werden kann, täglichEisen anzufertigen. Eine Artillerie kann sich in den be-schwerlichen Zeiten der Noth eines Feldzugcs mit kleinerenRationen noch behelfen, und wird nicht liegen bleiben;aber durch den Mangel an Hufeisen und den dadurch her-beigeführten schlechten Beschlag wird sie es unfehlbar, undso ein Bild des Jammers und Elends werden.
Unter keinen Umständen sei es den Kanonieren er-laubt, Tornister oder Brotbeutel an oder auf den Ge-schützen fortzubringen; es beschwert die Fahrzeuge. Imletzten Kriege hatte man in der preußischen Artillerie dieMunitionswagen so einrichten lassen, daß die Tornister-auf deren Deckel befestigt und fortgebracht werden konnten.Diese Erleichterung bringt dem Artilleristen keinen Vor-theil, sondern nur Schaden; außerdem hat er ja wenigerals der Infanterist, weder Patronen noch Gewehr zuwagen, und braucht nach Märschen und Gefechten nichtauf Vorposten und Patrouillen zu gehn. Abgerechnet,daß durch das mögliche Auffliegen eines solchen Wagensdie dem Soldaten nothwendigen wenigen Effekten verlorengehen, so ist es noch ein für ihn wichtiger Nachtheil, daß ersich, falls er blessirt vom Schlachtfelde weg in die Lazarcthegebracht wird, ohne Wäsche befindet, und das gerade da,wo ein Luch, ein Hemde die größte Wohlthat ist ').
I) Die Kanoniere einer preußischen Batterie waren inden Feldzügen 18 ;^ so sehr von dem hier gesagten überzeugt,daß sie keinen Gebrauch davon machten, ihre Tornister fahren zulassen, und der zum Fortbringen der Tornister bestimmte Re-quisitions-Bauerwagen zum Vortheil der Batterie zu Fouragebenutzt wurde.. Sie trugen stets ihre Tornister, und nie ist