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Treffen; diese konnten ihre Regimentskanonen auf denkleinen Anhöhen Vortheilhast gebrauchen, daher auch hiernur wenig schwere Geschütze in die Batterie gebracht wor-den waren. Ferner standen 10 Bataillone hinter derBunzclwitzcr Front, welche nicht allein zur Unterstützungder Front, sondern auch als eine Reserve zu betrachtenwaren, um den Jauernicker Posten und die in den Ver-schanzungen von III. bis VII. aufgestellte Infanterie zuunterstützen und zu verstärken. Zwischen den beiden Hin-tern Enden der Dörfer Jaucrnick und Tunkcndorf warenzur Unterstützung dieser Dörfer' Feldwachten ausgestellt.Diese Dörfer mußten genommen werden, bevor ein An-griff auf die Vcrschanzungen geschehen konnte. Das Ge-schütz bei Zedlitz, so wie dieses Dorf selbst und die Busch-mühle, war mit Fußjägern und Feldwachten besetzt.
Bewundernswürdig bleibt die Schnelligkeit, mit wel-cher diese Schanzen wie aus der Erde hervor wuchsen, diegroßen Hauptposten, mit allen Vcrtheidigungsmitteln derVerschanzungökunst, als Palisaden, Wolfsgruben, Flatter-minen, versehen, und ausgedehnte Verhaue angelegt waren.Am 20. August rückte der König ins Lager bei Bunzcl-witz, am 4. September waren bereits alle Vertheidigungs-anstalten beendet, und diese ungefähr 57,000 Mann starkeArmee war von 84 Bataillonen und 156 Schwadronen,zusammen etwa 70,000 Mann Ocstreichern unter Laudon,und von 64 Bataillonen und 07 Schwadronen, oder60,000 Mann Russen, mithin von 130,000 Mann, fastbis auf die Kommunikation mit Schweidnitz eingeschlossen.Dennoch ward der Angriff dieses Lagers nur projektirt,aber nicht ausgeführt, und nach dem Abmärsche derRussen entsendete der unsterbliche König unter GeneralGol; am 15. September bereits 14 Bataillone und 25Schwadronen, mit 28 Regiments- und 22 Batteriege-schützen, zu einem Srrcifzuge nach Pohlen, um die Ma-gazine der Russen in ihrem Rücken zu zerstören, und blieb