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2 (1824) Zweiter Theil / von W. von Grevenitz
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niger Pfund schießenden Geschützen, Amuletten oder Fal,konets genannt, bestehen sollte. Die Fcldzüge der Eng-länder und Franzosen in Spanien und Portugal gebenindeß die Erfahrung, daß auch die jetzt üblichen Geschütze,6, 8 und 12 pfünder, in diesen' hochgebirgigcn Ländernfortkamen, und gebraucht werden konnten, und in denFeldzügcn 18^- waren alle Gebirge, welche das großeKriegsthcater, Deutschland und Frankreich, durchschnitten,kein Hinderniß für die Artillerie; eine gute dauerhafteArtillerie wird überall durch- und mitkommen wiedie französische Artillerie in ihren Feldzügcn, in Italien,der Schweiz und Lyrol, sattsam bewies.

Beim Kriege im Gebirge, wie dies in Spanien,Portugal, Tyrol, der Schweiz der Fall gewesen, tritt einanderes Verhältniß der Waffen, der Natur des Landesgemäß, ein. Infanterie wird hier die wirksamste Haupt-waffe bleiben; Artillerie, und zwar nur Fußartilleric, hierAnwendung finden,' um die Wege durch Defileen undSchluchten zu eröffnen.

Der Krieg im Gebirge führt manche Schwierigkeitfür die Artillerie mit sich, welche sie zu überwinden wis-

I) Beim Marsche des Kleistischen Korps durch Böhmenüber das Mittelgebirge, zerbrach die Batterie der Avantgarde,welche noch Geschütze und Fahrzeuge alter Art aus den Trum,mer» von I8uL hatte, neun Achsen und Räder an einem Tage.Keinen Augenblick ward hiedurch der Marsch der Avantgardeaufgehalten, und die Batterie rückte mit dem größten Theileihrer Geschütze zugleich ins Bivouac bei Ober-IvhnSdorf ineinem schlagfertigen Zustande. Die schadhaften Fahrzeuge wirr-den durch Nothachsen und Schleppbäume nachgebracht; am an-dern Morgen war alles in Stand gesetzt, und die Bakteriesetzte mit allen ihren Fahrzeugen den weiter» Marsch am an,dern Tage fort. Bei solchen Gelegenheiten muß der Artillerie,offizier keine Ruhe im Bivouac oder Quartier suchen, so»,dern Betriebftmikeit in die Werkstätten der Stellmacher undSchmiede bringen-