Eisen und Nickel.
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Die erhaltenen Resultate waren folgende:
1. Hufnägel wurden mit 3 Proc. reinen Nickels geschmolzen. DieLegirung war so schmiedbar und gut unter dem Hammer zu bearbeiten,wie reines Eisen. Wurde sie polirt, so zeigte sie sich weisser als Eisen.Das specifische Gewicht war 7,804 und das einer gehämmerten Legirungvon Stahl mit 3 Proc. Nickel = 7,750.
2. Hufnägel wurden mit 10 Proc. Nickel geschmolzen. Die Metallehatten sich vollständig verbunden, aber die Legirung war wenig schmied-bar und mehr zum Rissigwerden unter dem Hammer geneigt. Polirtspielte sie ins Gelbe. Das specifische Gewicht war = 7,849, währendStahl mit 10 Proc. Nickel legirt = 7,684 ergab. Diese Legirungen rostetenweniger schnell, als reines Eisen, aber es fand sich, dass Nickel im Eisennicht der Art das Rosten verhinderte, wie man früher allgemein annahm,ja in der Stahllegirung mit 10 Proc. Nickel wurde durch letzteres dasRosten sehr bedeutend beschleunigt, anstatt verzögert zu werden.
Berthier giebt an, dass Eisen und Nickel sich sehr leicht in allenVerhältnissen legiren, und dass die Legirungen dieselben Eigenschaftenwie reines Eisen haben, nur seien sie weisser. Er beschreibt eine Legi-rung mit einem Nickelgehalte von 8,3 Proc., also der Formel Fe 13 Nientsprechend, welche er darstellte durch Reduction einer Mischung derOxyde von Eisen und Nickel in einem mit Kohle gefütterten Tiegel; siewar halb-schmiedbar, sehr fest, feinkörnig, aber etwas schuppig im Bruche.Ihre Zusammensetzung ist dieselbe wie die des Eisens in dem Meteoritenvon Bogatä !).
Die folgenden Experimente über Legirungen des Eisens und Nickelssind in des Verfassers Laboratorium von Richardson angestellt worden.Das dabei benutzte Nickel war aus der Fabrik von Evan und Askinzu Birmingham, und von dem Grade der Reinheit, bei welchem es in derPraxis als reines Nickel bezeichnet wird. Das Eisen befand sich im Zu-stande feinen Drahtes. Die Schmelzung wurde unter Spiegelglas in Thon-tiegeln vollführt. Die Metalle schienen sich vollständig zu legiren.
1. Mit 1 Proc. Nickel. Angewandte Mengen: 495 Grains Eisen, 5Grains Nickel. Das Product war ein gut geschmolzener König von 490Grains Gewicht, so dass also der Verlust 10 Grains betrug. Seine Ober-fläche war theilweise mit einer schwarzen Haut bekleidet. Nachdem erzur Hälfte mit einem Hartmeissei durchgehauen war, brach er vollständigauseinander. Der Bruch erschien in allen Beziehungen einem reinenEisenkönig nach der Schmelzung ähnlich.
2. Mit 5 Proc. Nickel. Angewandte Mengen: 285 Grains Eisen, 15Grains Nickel; der Verlust betrug 10 Grains. Die Legirung schien voll-ständig gelungen zu sein. Die Oberfläche des Königs war zum grösstenTheil mit schwarzem Glühspahn dünn überzogen. Er war spröder als der
l ) Traite 2. p. 216.
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