286
Die Eisenerze.
10. Steinkohlengebiete von Süd-Wales und Forest of Dean.
Die grosse und an Kohlen der verschiedensten Art so reiche Muldevon Süd-Wales sammt ihrer Fortsetzung nach Osten, dem kleinen Bassindes Forest of Dean, ist reich an Eisenerzen.
Das Steinkohlengehiet von Süd-Wales lässt sich in eine obere unduntere Schichtengruppe theilen, die beide von einander durch eine Schichtunter dem Namen Cockshute bekannter harter Quarzgesteine getrennt sind.Die liegendere Abtheilung ist die vorzugsweise an Eisensteinen (sowie anKohlen) reiche Q, und zwar sind es hierin auch wieder die liegendstenSchichten, welche die grösste Ausbeute gehen. Im Allgemeinen nimmtdie Stärke der Eisensteinlager von Osten nach Westen ah, zugleich aberauch ihr Eisengehalt.
Die obere Schichtengruppe umschliesst nur 2 bauwürdige Flötze. dieuntere dagegen eine fast zahllose Menge, von denen indessen nur 13 be-haut werden. Bei dem bisher noch unvollständigen Aufschluss des Feldesin seiner ganzen Erstreckung, lässt sich die Identität der an verschiedenenOrten behaueten Flötze schwierig nachweisen. Einzelne Mineralvorkomm-nisse, z. B. Millerit, oder bestimmte Fossilien dienen zuweilen als cha-rakteristische Merkmale.
Die beiden genannten Kohlenahlagerungen ruhen auf Kohlenkalk,welcher an den Rändern der Mulden zu Tage ausgeht. In ihm kommenzum Theil sehr reiche Gänge von Roth- und Brauneisenstein vor, die in-dessen nur an wenigen Punkten des Gebietes von Süd-Wales benutzt wer-den, so bei Pentyrch im Taff Valley, bei Swansea (Mumhles), dagegeneine bedeutende Entwicklung in dem die Mulde des Forest of Dean ringsumgehenden Kohlenkalke erreichen, wo Gänge des vorzüglichsten Braun-eisensteins auftreten, aber auch solche mit Roth- und Spatheisenstein nichtfehlen. Erwähnenswerth ist noch ein bei Whitehureh in den liegendstenSchichten des Kohlenkalks auftretendes, bergmännisch bebauetes Lagerenkrinitischer Rotheisensteine und schliesslich ist noch einiger Vorkomm-nisse von Brauneisenstein in den der Permischen Formation ungehörigenGesteinen südlich der Kohlenmulde von Süd - Wales bei Llanharran (inGlamorganshire) zu gedenken.
11. Die Eisensteine der devonischen Schiefer.
Die südwestlichste Halbinsel Englands ist grossentheils von Thon-schiefern der devonischen Formation gebildet, welche sammt den siedurchsetzenden Graniten zahlreiche metallführende Gänge umschliessen.Während die wichtigsten in diesen Gängen auftretenden Erze zwar Kupfer-und Zinnerze sind, fehlt es doch auch nicht an Eisenerzen von Bedeutung.
*) Vergl. Zeitschr. der deutschen geol. Gesellsch. 1861. S. 12.