Grossbritannien.
289
lysen ist bereits in dem auf Kosten der Regierung veröffentlichten Werke„Die Eisenerze von Grossbritannien“ (wovon fünf Theile erschienen sind)mitgetheilt worden.
Bei allen Analysen, welche von Dick herrühren, wurde das Erz nachdem Trocknen bei 100° C. gewogen, so dass in den mit A. D. bezeichnetenColumnen nur das chemisch gebundene Wasser gefunden wird. Bei fastallen von Spill er angestellten Analysen wurde das Erz ohne vorläufigesTrocknen gewogen, so dass in den mit J. S. bezeichneten Columnen sowohlhygroskopisches als chemisch gebundenes Wasser gefunden wird. Wenndie Zahl in der Linie für Wasser eine Klammer zeigt, welche hygrosko-pisches und chemisch gebundenes Wasser zusammenfasst, so zeigt dasan, dass das Erz ohne vorheriges Trocknen analysirt, das Wasser aber inden beiden Zuständen nicht gesondert bestimmt wurde. In einigen Ana-lysen erscheint die Menge des chemisch gebundenen Wassers sehr klein imVergleich zu der in dem Erze vorhandenen Thonmenge, so z. B. bei Nr.62 und 63 unter den Sphärosideriten der Kohlenformation.
Bei den von Dick angestellten Analysen wurde das Alkali nichtbesonders in dem Theil des Erzes bestimmt, welcher sich in Chlorwasser-stoffsäure löste; und wenn daher Alkali in der Analyse auftritt, so findetman es unter dem geglühten unlöslichen Rückstände.
Die Menge der löslichen Bestandtheile darf nicht als genau begränztangesehen werden, denn sie ist, wie überall, so auch hier abhängig vonder Stärke der Säure, der Zeit der Einwirkung derselben und anderenUmständen. Trotzdem schien es in vielen Fällen zweckmässig, die Zusam-mensetzung der löslichen und unlöslichen Bestandtheile getrennt anzugeben,da Eisenerze jetzt häufig auf nassem Wege analysirt werden, und es dannwichtig ist, zu wissen, wie viel Eisen ungelöst zurückbleibt. Es ist fernerwünschenswerth, damit bekannt zu sein, wie viel lösliche Kieselsäure vor-handen ist. Schliesslich wird auch diese Art, die analytischen Resultateso wie sie erhalten wurden, gesondert mitzutheilen, nicht ohne allgemeineswissenschaftliches Interesse sein. So findet sich stets in dem geglühtenunlöslichen Rückstände der Sphärosiderite Alkali, und zwar im Allgemeinenin verhältnissmässig grösserer Menge, als im löslichen Theile. Es wurdebesondere Aufmerksamkeit auf diesen Punkt gewendet, und das Resultatdurch sorgfältige Wiederholungen als sicher festgestellt. Es hat der Rück-stand bei der genannten Art von Erzen meistentheils die Zusammensetzungdes feuerfesten Thons.
Es darf nicht ausser Acht gelassen werden, dass ein Negationsstrichin diesen Analysen nicht nothwendig die Abwesenheit einer Substanz an-zeigt. So fand sich z. B. häufig eine Spur von Eisenoxyd in den Sphäro-sideriten, aber es schien überflüssig, dessen Menge zu bestimmen, falls sienicht ein gewisses deutliches Maass überschritt.
Wo die Analysen des löslichen und des unlöslichen Theils gesondertmitgetheilt werden, bedeutet die in ersterem enthaltene Kieselsäure stetslösliche, die in letzterem enthaltene dagegen unlösliche Kieselsäure.
Percy, Metallurgie. II, 19