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Die Eisenerze.
deckt, finden sich reiche Lagen von thonigen Sphärosideriten, von theil-weise ausgezeichneter Beschaffenheit; so im Siegkreise, im Kreise Mühl-heim und weiter nordwärts. Sie werden besonders auf dem sich an denNordabhang des Siebengebirges anschliessenden ■ Hardtplateau bei Ober-pleis, Dambroich u. s. w. ausgebeutet. Obwohl dieselben Vorkommnissesich auch auf der linken Seite des Rheines finden, so sind sie doch dortweit weniger Gegenstand bedeutender Gewinnungsarbeiten.
Hierhin sind ferner die stockförmig auftretenden Brauneisensteine indem Eifel-Kalksteingebiet von Gladbach zu rechnen, oberflächlich aufge-lagerte Erze von grosser Ausdehnung, die hauptsächlich bei Spitz ge-wonnen werden.
15. Die Eisensteine von Wetzlar.
Die von nassauischem und hessischem Gebiete umschlossene preussischeEnclave des Kreises Wetzlar sammt der Standesherrschaft Solms-Braun-fels ist reich an Roth- und Brauneisenerzlagern, welche hinsichtlich ihrergeologischen Stellung ganz den als zehnte Gruppe beschriebenen entsprechenund einem über die Grenzen des Bezirks fortsetzenden, 9 Meilen langenZuge angehören. Sie sind mit Schalstein eng verknüpft. Die Erze zeigenmeist eine muldenförmige Ablagerung und treten nahe der Oberfläche auf.Sie ziehen sich von Hohensolms nach Ulm, von Waldgirmes nach Wetzlar,treten an der Lahn bei Niederbiel, Leun bis Biskirchen auf und zwischenNauborn, Braunfels und Bonbaden. Rotheisensteine, sowohl harte quarz-haltige, als besonders weiche quarzarme und kalkhaltige, sind vorherr-schend , Brauneisensteine treten hauptsächlich nur bei Ebergöns, Tiefen-bach und Nieder-Cleen auf.
16. Die Kohlenmulden der Worm und Inde sammt demKohlenkalke.
Während die Kohleneisensteine und thonigen Sphärosiderite in derSteinkohlenablagerung an der Worm (Kreis Aachen) nur in geringer Menge,in der an der Inde bei Eschweiler nicht bauwürdig auftreten, ist der dar-unter liegende Kohlenkalk der Gegend von Stolberg reicher an Eisen-erzen, welche darin in unregelmässigen Nestern und Stöcken besondersan der Grenze mit den Schiefern des Steinkohlengebirges und der devoni-schen Formation als Brauneisenstein auftreten, so bei Cornelimünster,Nirm und Breinigerheide, übrigens aber meist reich an Blei- und Zink-gehalt sind.
17. Die Eisensteine der Eifel.
Südlich von den Vorkommnissen der vorigen Gruppe bis zur Moselenthält das Eifelgebirge zahlreiche Vorkommen von Brauneisenstein, der