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[Ausführliches Handbuch der Eisenhüttenkunde I] / von John Percy ; bearbeitet von Dr. Hermann Wedding
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Frankreich.

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des Cher, wo sie als einzelne Körner in tertiären Thonen Vorkommen(Minerais du Berri), und bei Xievre, wo die Körner oft durch kalkigeBindemittel vereinigt werden, während die gleichfalls in der ProvinzNievre auftretenden jurassischen Erze von schlechter Qualität sind, aberals Zuschlag gute Dienste leisten (Mines chaudes).

8. Die Alpinen Erze.

Im östlichen Theile des südlichen Frankreichs ist das Vorkommenvon Eisenerzen unbedeutend. An den Alpen tritt zwar Spatheisenstein,z. B. bei Heurtieres, und Rotheisenstein in Gängen auf, ohne jedochgrossen technischen Werth zu erreichen, während die in den ProvinzenVar und Bouches du Rhone zwischen Tarascon und Antibes l ) in derKreideformation entdeckten gangförmigen Bauxiterze wichtiger für dieAluminium-, als für die Eisenindustrie geworden sind. Dagegen habenwegen der Nähe des fossilen Brennmaterials eine grössere Bedeutung dieErze der

9. Kohlenmulden der Loire und von Gard.

In der Mulde von St. Etienne kommen bei Cros und St. Chamondmächtige Lager von Sphärosideriten, aber von sehr unreiner Beschaffenheitvor. Am reichsten ist noch die Mulde vonAveyron mit guten Erzen aus-gestattet. Bauwürdiger Eisenstein findet sich schliesslich auch in derProvinz Saöne-et-Loire bei Beauehamp und Ronchamp. Dagegen wirddiese Armuth einigermaassen ausgeglichen durch das Auftreten von Lagernoolithischen Brauneisensteins an der Basis des jurassischen Kalkes in derProvinz Ain, und Rotheisensteins im Jura von Ardeche (an der Voulte),sowie eines thonigen Brauneisensteins an der Grenze des Steinkohlen-gebirges und des Lias in der Provinz Gard. Auch die jüngeren (be-sonders jurassischen) Formationsglieder, welche das Steinkohlengebirgevon Aveyron umgeben, führen Roth- und Brauneisenstein.

10. Der Perigord.

Die Eisensteine dieser Gruppe, welche die Provinzen Charente, Dor-dogne, Lot et Garonne umfasst, sind Brauneisensteine und gehören zumgrössten Theil dem Tertiärgebirge an. Sie kommen meist als grössereMassen faseriger Textur in Thon gelagert vor, und gleichen nur imnördlichen Theile dieses Districtes den unter Xr. 6 beschriebenen Erzen,welchen sie sich auch local anschliessen. Die Brauneisenerze zeichnensich durch Manganreichthum aus.

11. Landes.

Die Eisenerze kommen hier theils als Oxyd im Thon, theils als Oxyd-hydrat und kohlensaures Oxydul im Kalkstein vor.

J ) Die Resultate der Darstellung des Aluminiums, Verhandlungen des Verein«für Gewerbefleiss in Preussen 1864.