424
Die Eisenerze.
3) der grosse Brauneisensteingang von Montevalerio unterhalb Cam-piglia, welcher in jurassischen Schiefern auftritt.
2. Die Alpen.
Die Thäler der Lombardei sind günstig für die Ausbeutung derin den steilen Abhängen zu Tage tretenden manganreichen Spatheisen-steine, welche gangförmig im Thonschiefer in dem Gebiete zwischen Caf-faro-Fluss und Corner-See Vorkommen, wo sie am Ausgehenden oft inBrauneisenerz umgewandelt sind und zuweilen eine Mächtigkeit von 20und mehr Fussen erreichen, z. B. 8 Meter bei Manina im Dczzo - Thal 1 ).
Die wichtigsten Punkte gehören den Distrikten Como, Sondrio, Ber-gamo und Brescia an.
In den Alpen von Piemont ist das Thal von Aosta am reichsten anEisenerzen, wo bei Traversella und Cogne Gänge mit Magnet- und Roth-eisenstein im Syenit auftreten.
3. Die Kalabrischen Apenninen.
Brauneisensteingänge sind in Süditalien sowohl in den krystallini-schen Gesteinen der Apenninen von Calabrien als in den sedimentärenAblagerungen der Abruzzen und der Terra di Lavoro und in den Pugli-schen Tertiärhügeln häufig, aber nur die ersten haben grössere Bedeu-tung. Sie werden bei Aspromonte in der Provinz Reggio und bei Pazzanoam Stilo-Berge ausgebeutet.
4. Die Insel Sardinien.
Schliesslich sind noch die Magneteisensteingänge der Insel Sardinienzu erwähnen, welche im Silur zu Is Ginestras und im Granit zu PerdaNiedda auftreten.
b. Analysen.
1, Das Magneteisenerz von Traversella in Piemont enthältnach Rammeisberg (Mineralchemie S. 157)
Eisenoxyd .... 71,20 Proc.
Eisenoxydul .... 29,00 „
Magnesia. 0,18 „
es krystallisirt in Granatoedern, das specifische Gewicht ist = 5,106.
2. Ein Magneteisenstein von Iglesias (Sardinien), beinahedicht, dunkelgrau, wenig metallgläuzend, von braunem Strich, aus denkrystallinischen Schiefern, enthält nach Rivot (Docim. t. III, p. 435):
Eisenoxyd . . . . 62,50 Proc.
Eisenoxydul .... 24,90 „
Gangart' 2 ) .... 12,60 „
*) Regno d’Italia, S. 3. — 2 ) Scheint ein Silicat von Eisenoxyd und Eisenoxydulzu sein.