Buch 
[Ausführliches Handbuch der Eisenhüttenkunde I] / von John Percy ; bearbeitet von Dr. Hermann Wedding
Entstehung
Seite
426
JPEG-Download
 

426

Die Eisenerze.

Hier sind es sehr reine Brauneisensteine, die in krystallinischen Schiefernoder älteren Sedimentärgesteinen gangförmig abgelagert, in grösserer Teufein Spatheisensteine übergehen. Der Hauptgang von Sommorostro setzt imKalksteine mit 3 bis 10 Fuss Mächtigkeit auf.

Die Fortsetzung der Pyrenäen als Gebirge von Asturien und Galizienbesitzen gleichfalls zahlreiche Lagerstätten guten Eisensteins und beson-ders sind die Provinzen Lugo und Orense deshalb bekannt. Die wichtig-sten Eisensteingruben Galiziens liegen bei Formigueiros und Roques indem Gebirge von Courel J ).

2. Portugal.

Die bedeutendsten Eisenerzlagerstätten Portugals finden-sich in denzwei Distrikten Braga (zwischen Douro und Minho) und Leiria (in Estre-madura 2 ).

In dem ersteren tritt Magneteisenstein lagerförmig an der GalizischenGränze zwischen Granit und krystallinischen Schiefern bei Pitöes-Serra doGerez auf, während in dem letzteren Magneteisenstein auf Gängen beiPorto de Mös, in den Bergen des Serro Ventozo und Alqueidao da Serraund schuppiger Rotlieisenstein bei Mendiga vorkommt.

3. Andalusien.

Die Gebirge an der Südküste Spaniens, namentlich die Serrania deRonda, nordöstlich von Gibraltar, führen Magneteisenstein auf reichenLagern, welche von Zeit zu Zeit ausgebeutet worden sind.

b. Analysen.

Tabelle I. R.otheisenstein.

1 .

2.

Eisenoxyd.

88,20

92,60

Manganoxyd.

nicht best.

Kieselsäure.

10,00

Thonerde.

0,55

Kohlensaurer Kalk . . .

1,80

Quarz.

5,60

Glühverlust.

0,43

1,00

1. und 2. Kotheisenerze von Guipuzcoa und zwar 1. von Oyarzun,gangförmig im Granit, analysirt von Schickedanz, und 2. von San Emil io(ßidassoa), analysirt von Moissenet (Percy-Petitgand, S. 599).

x ) Karsten, Eisenh. I, 96. 3 ) Catalogue des Produits mineraux du Por-tugal, Expos, univ. de Londres 1862.