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[Ausführliches Handbuch der Eisenhüttenkunde I] / von John Percy ; bearbeitet von Dr. Hermann Wedding
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Russland.

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5. Ural.

Der Ural führt in seinen krystallinischen Gesteinen bedeutende Mag-neteisenerz-Stöcke und Gänge, so namentlich bei Blogodat in der Nähevon Kusehwinsk, wo zahlreiche Erzmassen im Augitporphyr auftreten.Das Erz ist grob- bis feinkörnig, häufig durch Eisenkies verunreinigt.Der zweite hervorragende Punkt ist Katschkanar, wo sich zwischen Kusch-winsk und Turinsk im Grünstein viele mächtige Erzgänge finden. Fernerist der Magnetberg Wissokaja-Gora bei Nischnei-Tagilsk zu nennen,der als ein breiter Rücken sich etwa 250 Fuss hoch über die umgebendeEbene erhebt und grösstentheils aus Magneteisenerz, welches nur an derOberfläche theilweise in Brauneisenerz umgewandelt ist, besteht. Schliess-lich verdient noch der Magnetberg bei Magnitnaja, der sich aus Felsit-porphyr erhebt, der Erwähnung ] ).

6. Neu-Russland oder Lugan-District.

Die Steinkohlenmulde von Tscherkask oder Lugan nördlich von Ta-ganrog am Asowschen Meere führt Brauneisenerze, welche im Vereinmit dem fossilen Brennmaterial die Grundlage der dortigen Eisenindu-strie bilden.

Ferner sind als eisenerzführende Districte des asiatischen Russ-lands noch

7. Das Altai-Gebiet,

8. Der Kaukasus

und schliesslich

9. Das Nertschinsk-Gebiet

hervorzuheben, welches letztere die Transbackaliselie Provinz und dieAmur-Länder umfasst.

b. Analysen.

i.

2.

3.

Eisenoxyd.

83,38

30,57

32,75

Manganoxyd.

1,55

1,00

Wasser . . .

15,01

13,87

13,00

Kieselsäure.

1,61

Sand .

50,28

47,50

Phosphorsäure.

2,93

3,50

Quellsatzsäure.«

1,08

2,50

1. Faseriger Brauneisenstein von Kamensk, Gouv. Perm, von v. Ko-bell analysirt (Rammelsb. Mineralchem. S. 149).

2. und 3. Raseneisenerz von Nischnei - No wgorod, analysirt vonHermann (Rammelsb. Mineralchem. 8. 154).

») Cotta, S. 542.