Neuere Rennarbeiten.
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Neale Clay 1837 und 1840') ertheilt worden waren, und in welchener als seine Erfindung beanspruchte, direct aus dem Erze ohne die ver-mittelnde Hülfe des Hohofens Schmiedeisen darzustellen. Der Processselbst war sehr einfach. Die besseren Arten rothen Glaskopfs wurdenzerkleinert zu Stücken, welche nicht über die Grösse einer Wallnuss hat-ten, und diese mit einem Fünftel ihres Gewichts an Holzkohle, Koks,Steinkohlenklein oder anderen kohligen Substanzen gemischt, zur Rotli-gluth in einer thönernen Retorte oder einem anderen passenden Gefässeerhitzt, bis das Erz in den metallischen Zustand ühergeführt war. Nachvollendeter Reduction wurde das schwammartige Eisen (Eisenschwamm,s pongy-iron) direct zum Puddelofen genommen, entweder ohne Zusatzoder mit Zusatz von etwa 5 Procent Koks, wurde dort zu Luppen ge-formt und unter dem Hammer zu Kolben 2 ) ausgereckt, welche nachherausgewalzt und in Handelseisen auf gewöhnliche Weise umgeformt wurden.
Diese Idee, Schmiedeisen direct aus dem Erze herzustellen, wurdeversuchsweise in einem kleinen Werke hei Glasgow, später zu Liverpoolim grossen Maassstabe verwirklicht, bewies sich aber ökonomisch alsgänzlich verfehlt.. Es wurde zwar Eisen dargestellt und zuweilen selbstsolches von ausgezeichnetster Qualität und von grosser Zähigkeit und be-sonders zur Seilfabrikation w r ohl geeignetes, aber es war nicht gleich-mässig und oft rothbrüchig, so dass die Schmiede es nicht verarbeitenwollten. Die Hauptquelle des Misslingens lag indessen in der Länge derZeit, welche zur Reduction des Erzes nothwendig war, und dem darausentstehenden Aufwande an Brennmaterial und Arbeit bei diesem Theil desProcesses, wozu dann die Kosten der Anlage und der Reparaturen dergrossen Zahl von Retorten oder Reductionsöfen kamen, welche nöthigwaren, um seihst nur die Puddelöfen eines kleinen Werkes zu ver-sorgen.
Man versuchte dann die Reduction des Erzes direct im Puddelofenvorzunehmen; aber hier trat wieder als Hinderniss der Aufwand an Zeit,Brennmaterial und Arbeitskraft auf und zugleich der Verlust an Eisenin Form von Schlacke im Vergleich mit dem Ausbringen, so dass manschnell hiervon zurückkam und den Process in der Weise modificirte,dass man Roheisen im Puddelofen zusammen mit einer Mischung vonRotheisenstein und Kohle anwendete. Diese letzte Methode wurde aufeinigen Hütten von Nord - England, besonders in der zu Workington,welche allein für diesen Zweck eingerichtet wurde, eingeführt. Nachvielen vorgängigen Versuchen fand man, dass eine Mischung am bestenfür eine solche Arbeit sei, welche aus getrocknetem und soweit gemah-lenem RotheisenBtein bestand, dass die Stücke durch ein Sieb von 1 / 3Zoll Lochweite gingen, und etwa einem Drittel seines Gewichts an Koh-lenklein, welches in einer Lösung von Soda oder in Soole gewaschen
J ) Die beiden Patente von Clay sind: A. D. 1837, Dec. 19, Nr. 7518 undA. I). 1840, March 31, Nr. 8459. — a ) Blooms.