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Einleitung-
2) Darf cr nicht von Jedermann und nicht ohne große Mübrder Natur abgewonnen oder durch Kunst hergestellt werden, erdarf daher mit andern Worten nicht Gemeingut seyn.
3) Muß Jemand ein ausschließliches Recht an ihm haben oderdurch die bei seiner Gewinnung und wettern Herstellung gehabteMühe ein solches erlangen. Obgleich die Natur freigebig ihren Ge-schöpfen Alles darbietet, was sie erzeugt, so beschäftigen sich doch nur We-nige damit, diese entweder freiwillig gebotenen Gaben zu sammeln oder sieder Erde erst mit mehr oder weniger Mühe abzuringen. In beiden Fällenaber sind diese Einzelnen Eigenthümer des Gegenstandes und von der Müh-seligkeit des Sammelns und des Erringens wird dann auch der Preis desGegenstandes abhängen. Dasselbe gilt auch von Denjenigen, welche Arti-kel, die Gegenstände des Handels bilden, auf ihrem Grund und Boden mitmehr oder weniger Mühe, Zeit- und Kostenaufwand zu erzeugen suchen;sie haben das Recht, die erzeugten Gegenstände zu verwerthen und den Er-lös daraus in ihrem Nutzen zu verwenden.
4> Darf cr dem Verderben nicht leicht unterworfen seyn. DerGegenstand muß sich hauptsächlich eine lange Zeit halten, damit der Kauf-mann sich auch einen Vorrath zulegen und ruhig abwarten kann, bis Käu-fer kommen, die ihm einen Preis dafür bieten, zu welchem er den Gegen-stand und zwar mit Gewinn verkaufen kann.
Eine Haupteigenschaft ist aber,
5> daß das Produkt, welches als Waare dienen soll, stetsin hinreichender Menge angeschafft werden kann, um die Bedürf-nisse der Menschen vollständig damit zu befriedigen.
Waarenkunde.
Die Kenntniß aller Gegenstände, welche als Waaren in den Handelkommen, also in allen Stücken den oben genannten Anforderungen entspre-chen, ist nicht nur dem Kaufmann unentbehrlich, sondern überhaupt Allen,welche sich mit dem Anbau, der Veredlung und Verfertigung derselben be-schäftigen. Die Letztem wollen dadurch, daß sie ihre Produkte auf diemöglichst Vortheilhafte Weise zu verwerthen suchen, sich einen größerenGewinn und reichern Lohn ihrer Arbeit sichern, können aber zu dwscm Re-sultate nur eben gelangen, wenn sie ihre Produkte nach ihren innern undäußern Eigenschaften genau kennen, darnach eintheilen, sortiren u. s. w.