ii. Abtheilung.
Das Thier reich.
I. Gruppe.
Fische.
Sardellen,
engl. 8gräini»8, 8sräinos, franz. 8arckino8, ital. 8sräino, span. 83rüini.i8,holl. 8srä^n6n, lat. 6Iupea bl»vbrr>8iebolu8 I.., sind die eingcsalzen in denHandel kommenden kleinen, zum Geschlecht der Heringe (kluxea Imren-gu8 I..) gehörigen Fische.
Vorkommen, Naturgeschichte u. s. w. Diese mitunter 6 Zolllang werdenden Fische halten sich namentlich in der Nordsee, im atlantischenund mittelländischen Meere, besonders an den spanischen, französischen, ita-lienischen und englischen Küsten auf, wo sie auch am meisten gefangenwerden und im Mittelmeere den Hering ersetzen. Die kleine spitzeSchnauze derselben tritt zum Maule hervor, der Rachen ist bis hinterdie Augen gespalten, die Kiemen find weit, mit zwölf Strahlen, die After-flosse ist kurz, die Rückenflosse der Bauchflosse gegenüberstehend. Von Farbefind sie silberig, haben braunbläulichen Rücken und sehr leicht abgehendeSchuppen. Obschon man diesen Fisch an den Küsten das ganze Jahr hin-durch fängt, so ist doch der Hauptfang dann, wenn er in großen Zügenim Frühjahre von Westen nach Osten und im Herbste von Osten nach We-sten zieht. Die Fischer fahren gewöhnlich an den schönen Abenden desMai, im Juni und Juli in milden halbdunkeln Nächten auf den Fang aus,wo die Fische in großen, dichten Bänken angezogen kommen und in der