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Lehrbuch der Colonial- und Spezerei-Waarenkunde / von Dr. S.A. Schwarzkopf
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II. Atnbeilimg. Das Thierreich.

.->» Französische, welche an der Küste zwischen der Mündung derGaronne bis nach Douarnencz, svwie, aber in geringerer Menge, auch ananderen Küstengegenden Frankreichs gefangen werden. Die von Douarncnezwerden für die besten angeseben, da sie sich sehr lange gut erhalten und einsehr schönes mildes Fleisch haben. Es werden davon nach den östlich gele-genen Ländern ganze Schiffsladungen geführt, die entweder in kleinen Fäß-chen in Sauce gelegt sind und Soräines eonüte« heißen, oder eingesalzenund in Gebinde gepackt unter dem Namen Hsrüines pressöes in den Han-del gebracht, oder auch geräuchert und Ssrüines sorsttes genannt werden.Die im Jnli bis September gefangenen Sardellen werden gewöbnlich nichtgepreßt, da ihr Fleisch zu weich ist und bersten würde, die später gefange-nen dagegen werben gepreßt, um das fette Del, welches nur zum Verder-ben der Fische beitragen würde, abzuscheiden. Wegen ihres vorzüglichenGeschmackes sind besonders die Sardellen von Rvhan, einer kleinen Stadtin Saintonge, sowie die von Douarnencz beliebt. Zu den geräuchertenSardellen nimmt man gewöhnlich die zuletzt gefangenen mit festem Fleischeund von ziemlicher Größe; man verkauft sie nach der Zahl. Die Haupt-fischerei ist bei Bellc-Jsle, Port Louis, Erae, Quibcron, Eoncarneau, Douar-nenez und Brest.

d) Englische, werden, da sie schlecht eingesalzen sind, wenig ge-schätzt, halten sich nicht lange und kommen auch nur sehr wenig in denHandel. Sie find etwas größer, als die aus der Bretagne.

v) Spanische, von den Küsten Kataloniens, sind weich, thranig undnicht sonderlich zu gebrauchen.

<I) Italienische. Die an den sardinischen Küsten, bei Genua, Nizza,der toscanischen Insel Gorgvna und bei Sicilicn, sowie überhaupt im Mit-telmeer gefangenen Sardellen kommen zugweisc aus dem atlantischen Oceandurch die Meerenge von Gibraltar und werden an den verschiedenen Kü-sten, wohin sie sich, besonders zur Laichzeit, ziehen, ein wichtiger Zweig derFischerei. Die schönsten und besten werden von Gorgvna, Giglio und Ca-praja über Livorno, Triest und Nizza versendet.

Dalmatiner. Auch im adriatischen Meere, an den dalmatischenKüsten, findet ebenfalls eine bedeutende Sardellenfischerei statt und es wer-den dieselben besonders nach Griechenland und der Türkei ausgeführt. Derbauptsächlichste Fang geschieht bei der Insel Lissa.

k) Jstrische, kommen von Triest in den Handel und sind schlechter,als die italienischen.