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lll. Abtheilung. Das Mineralreich.
Lorlen und wird in Salicor, Melange und Bvurde getheilt. Er-stere Sorte versendet man von Alicante aus in kleineren, von Earthegcnaaus in größeren Ballen, die letzteren aber in Cabaffen.
2) Berbcrische Soda, kommt in kleinen, 2 — 4 Linien dickenPlatten vor, deren untere Fläche eben, die obere mit undeutlichen Krystal-len besetzt ist. Sie soll nach Laugier 65,75 Theile kohlensaures Natronenthalten.
3) Aegyptische Soda, von graubrauner Farbe, körnig, etwasdurchscheinend und in dichten Massen vorkommend. Sie enthält 22,44Theile kohlensaures Natron.
4) Sicilianische Soda, wird durch Verbrennen aus Seepflanzenerhalten, ist geringer als die alicantischc und kommt namentlich aus Tra-pani, Marsala und Catania. Man unterscheidet sie in Soda in größerenStücken, welche man Toca nennt, in die in kleineren Stücken, Tocata,und in die griesige, Polvere genannt. Die kleine Insel Ustica liefertdie beste und reinste.
5) Französische Soda t8slioor), wird ebenfalls durch Verbren-nung und Einäscherung verschiedener Seepflanzen im südlichen Frankreichgewonnen. Man unterscheidet die von Narbonne aus 8»lioornis sinnig,welche schwärzlich und ziemlich gut ist und gegen 15 ss Natron enthält; dieLanguedoc-Soda besteht aus der Asche von 8»I. europsva, 8sl8olsVsroe und anderen, woraus man eine geringe Sorte unter dem NamenBlanquette gewinnt, welche oft nur 4ss Natron enthält.
'6) Kelp, die Asche mehrerer an der englischen, irischen und schotti-schen Küste wachsenden Tang - oder Fucusarren, welche in jenen Gegendengesammelt und verbrannt werden. Sie enthält nur 2 — 6H Natron, wirdoft verfälscht und nach Tonnen verhandelt.
7) Soda aus Glaubersalz, ist in der Regel nicht rein und wirdmit Vortheil in der Glasfabrikation angewendet.
8) Soda aus Kochsalz, deren Bereitungsart wir oben schon kurzbeschrieben haben. Sie hat einen Alkaligehalt von gegen 4V A. In Deutsch-land sind Fabriken zu Schönebeck, Carlsrube, Barmen, Rinkcnkuhl, Hall,Prag u. s. w.
Kennzeichen der Güte. Eine gute rohe natürliche Soda mußtrocken, rein, porös und von blaulichgraucr Farbe seyn; ihre Stücke müssenklingen und dürfen beim Anfeuchten keinen Geruch nach faulen Eiern haben.Auch darf sie die Feuchtigkeit der Lust nicht anziehen und beim Behandeln