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Emplast nun Plumbi Simplex.
schustliche Untersuchung von Liebig und Pelouze*) ist der Zusammenhangdes Oelsüsses und der neugebildeten Fettsäure mit dem ursprünglichen Fetteerforscht worden. Das Wesentlichste dieser Thatsachen und Ansichten mögehier Platz finden-
Eine grosse Anzahl von Fetten und Oelen des Pflanzen- und Thierreicheshat die Eigenschaft, sich unter sehr ähnlichen Erscheinungen mit basischenKörpern zu verbinden. Alan nennt diese Fette verseifbare Fette. Wenn diebasischen Körper Alkalien sind, so heissen die neuen Verbindungen Seifen, sindsie Erden oder Metalloxyde, so heissen sie unlösliche Seifen, und im letzterenFalle speciell auch Pflaster. Die basischen Körper sind in diesen Verbindungenvollkommen neutralisirt, und aus diesem Grunde sieht man die mit ihnen ver-bundenen Stoffe als Säuren, die ganze Verbindung als eine saizartige an. Dieueugebildete Säure hat nur eine sehr schwach saure Natur, und sie lässt sichaus dieser Verbindung durch die meisten Säuren ausscheiden. Diese Fettsäurenhaben äusserlich noch immer die grösste Aehnliehkeit mit den ursprünglichenKörpern, sie unterscheiden sich aber wesentlich durch die schon oben genann-ten physische« und chemischen Eigenschaften, von welchen letzteren die ent-schieden saure Natur die bedeutungsvollste ist. Die verschiedenen natürlichenFette sind Gemenge von wesentlich drei verschiedenen Körpern. Das Elaiu istdavon der flüssigste, das Stearin der festeste, und zwischen beiden steht das we-nig bekannte Margarin.
Jedes dieser drei Fette, welche unendlich schwer in reinem Zustande her-zustellen sind, weil eines im anderen löslich ist und sie keine sehr abweichendeEigenschaften weder allein, noch in ihren Verbindungen haben, giebt eine ei-genthümliche Fettsäure, und zwar das Elain oder der Oelstoff die Oelsäure, dasStearin oder der Talgstoff die Talgsäure, und das Margarin (Perlstoff) dieMarga-rinsäure. Diese Fettsäuren sind leichter zu unterscheiden und zu trennen, alsihre Urlette. Ueberhaupt stehen diese Sachen viel schöner auf dem Papiere,als sie bestimmt erkannt sind. Das Stearin, seine Säure uml der Zusammen-hang der Mischung beider sind am bestimmtesten erforscht uml erkannt, dieanderen sind mehr aus Analogie erschlossen. Alle verseifbaren Fette habendas Gemeinschaftliche, dass sie Oelstiss, welches auch die Namen Scheele-sches Süss, Glycerin, Glyeyloxvdhydrat führt, ausscheiden.
Das Glycerin ist eine unkrystallisirbare Flüssigkeit von sehr schwach gelb-licher Farbe ohne Geruch, von deutlich süssem, etwas widerlichem Geschmacke.Sein specifisches Gewicht bei -\- 15° R. ist 1,28, es ist in jedem Verhältnissein Wasser und Alkohol löslich und unlöslich in Aethcr. Einer höheren Tem-peratur ausgesetzt, trennt es sieh in zwei Theile, wovon sieh der eine verflüch-tigt, der andere aber in brenzliches Oel, Essigsäure, brennbare Gasarten undkehligen Rückstand zerfällt. Das. Glycerin lässt sich nicht austrocknen, unddeshalb konnte man lange Zeit seine Elementarznsammensctzung nicht ermit-teln, da es auch keine andere feste und wasserleere Verbindungen gab. Pe-louze entdeckte die Glycerinschwefelsäure und stellte trockene glyeerinschwe-felsaure Salze dar, aus welchen die Formel des Glycerins ermittelt wurde. Manhat nun alle diese Thatsachen vereinigt und aus denselben eine Theorie gebil-det, welche jetzt ziemlich allgemeinen Eingang gefunden hat und deren Begrün-dung wir etwas näher betrachten wollen.
Man nimmt an, dass das Glyeerin in dem natürlichen Fette fertig gebildetend mit der Fettsäure verbunden sei. Aus diesem Grunde, welcher durch dieEntdeckung der Glycerinsohweielsäure eine Unterstützung mehr gefunden habe,
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J Annalen der Pharmacie XJX , 204.M ehr, Cemmentar.