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Extractum Aconiti siccmn seil pulveratum.
geballt. Es wurde demnach die Berücksichtigung des unter 2) erwähntenVerhältnisses von 1 Theil Extract und 3 Theilen Milchzucker vorzugs-weise empfohlen.
Den Versuchen meines verehrten Collegen Stäbe roh liegt ohne Zweifel dieAbsicht zu Grunde, eine auch in Wasser lösliche Form des trockenen Extractcsdarzustellen, um bei der Dispensation sehr kleiner Mengen Extractes die trockeneForm wegen ihres leichtern und sicherern Abwägens auch in flüssigen Arzneienverwenden zu können.
In diesem Sinne sind die Versuche ganz erschöpfend, und ich stimme auchder vermutheten Absicht des Verfassers vollkommen bei, nur dass ich sie nichtfür erreichbar halte; wenn auf der andern Seite das trockene Extract möglichstdem Gewichte des nassen gleich kommen soll.
Ich gehe nun auf die Motive meines Berichtes über. Wenn ein Gemengeaus 1 Theil Extract und 2 Theilen Milchzucker noch so sehr dem Wasser-anziehen unterworfen ist, das damit bereitete Pulver nach mehreren Wochennoch zusammenballen, und der Versuch als ein ungünstig ausgefallener angesehenwerden musste, so ist anzunehmen, dass durch einen fernern Zusatz von Milch-zucker die Gefahr des Zusammenballens nur weiter hinausgerüekt, aber nichtentfernt ist. Bei einer feuchteren Jahreszeit oder in einem feuchteren Localemöchte auch dieses Vcrhültniss nicht genügen. Es kommt noch hinzu, dassnun der Arzt die vierfache Dosis vorn frischen Extracte verschreiben müsste,und dass, wenn er dies nicht gethan, und der Apotheker daher genöthigt war,die trockene Form des Extractes anzuwenden, sehr leicht eine sichtbare Ucber-schreitung der Gewichtsverhältnisse eintreten würde. Sehr wünschenswert!!wäre es, wenn feuchtes und trockenes Extract in gleicher Dosis angewendet wer-den könnten, auch wenn das trockene Extract mit seiner Beimischung noch ganzin Wasser löslich bleiben könnte. Es setzt dies eine Substanz voraus, die imVerhältniss von */ 4 oder '/ 5 dem frischen Extracte zugesetzt, diesem die Eigen-schaft des Trockenbleibens geben könnte. Eine solche Substanz existirt nichtsei sie in Wasser löslich odfer nicht. Da also hier ein natürliches Ilinderniss inden Weg tritt, so ist eine solche zu wählen, welche bei dem zunächst kleinstenZusätze denselben Zweck erreicht.
Alle in Wasser löslichen Körper betördern das Zusammenballen des trocke-nen Extractes, weil das von dem Extracte angezogene Wasser noch einen Theildes zweiten Körpers schmilzt, und nun diese Lösung mit ihrem Gewicht undVolum die Summe der flüssigen Theile vermehrt. Es ist eine bekannte That-sache, dass trocken gepresste liefe, eingedickte Ptdpa Tamarindorum durch einenZusatz von trockenem Zucker verflüssigt werden. 1 Theil Wasser und 3 Theiletrockener Zucker geben 4 Theile eines flüssigen Syrups. Trockenes Salz undfeuchtes Fleisch geben eine grosse Menge concentrirter Salzlösung. Eine kleineMenge Wasser wird, wenn sie in ein Gemenge von trockenem Extract und trocke-nem Zucker gelangt, eine weit grössere Lache bilden, als wenn an der Stelledes Zuckers ein in Wasser unlöslicher Körper genommen worden wäre. Dieshaben Staberoh’s Versuche mit dem Kali sulphuricum bestätigt, indem diesSalz eine dünnflüssigere Lösung giebt, als alle Zuckerarten. Die beiden anderenin dem Berichte von Staberoh erwähnten Körper, Stärkemehl und Traganth,erfüllen nur zum Theil die Bedingung der Unlöslichkeit, und nebenbei sind sienicht porös.
- Dieselbe Menge Wasser wird eine krystallinische, harte, dichte, unlöslicheSubstanz viel mehr benetzen, als eine trockene, leichte, sehr poröse. So kannWasser und Lxtractlösung leichter von Pflanzenpulver absorbirt werden, alsvon schwefelsaurem Baryt, Gyps oder ähnlichen Substanzen.
Ein Körper, welcher unserm Zwecke, beim kleinsten Gewichte die grösste