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Commentar zur Preussischen Pharmacopoe : nebst Uebersetzung des Textes : für Apotheker, Aerzte und Medicinal-Beamte / nach der sechsten Auflage der Pharmacopoea Borussica bearbeitet von Friedrich Mohr
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387
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Ferrum. Ferrum chloratum. 387

Zwecken zu verwendende mit Bai'ytsalzen auf diese Verunreinigung geprüftwerden.

Das Salz krystallisirt mit 3 Atomen Wasser. Das krystallisirte Salz hatfolgende Zusammensetzung:

2 (C 2 NK) -f CjNFe + 3 HO = 130,4 -f- 54 -f 27 = 211,4.

Die Krystalle sind rein citronengelb, sehr weich, etwas biegsam ohne zubrechen, leicht löslich in Wasser, aber unlöslich in Weingeist, weshalb man esaus seiner wässerigen Lösung durch Weingeist mit seinem normalen Wasser-gehalt in gelben Blättchen fällen kann. Es schmeckt bitterlich, süsssalzig undist nicht giftig.

Bei 80° R. (100° C.) verliert es das Wasser vollständig, und in höhererTemperatur wird es unter Entweichen von Stickgas in Cyankalium und Kohlen-eisen zerlegt.

Die Art seiner Zersetzung durch Mineralsäuren ist im Artikel Acidumhydrocyanatum, auseinandergesetzt.

Ferrum. Eisen.

Es soll entweder in Drähten, als Feilicht oder als Drehspäneangewendet werden.

Man sorge dafür, dass es nicht mit Kupfer verunreinigt sei.

Bei den einzelnen Präparaten ist angezeigt, welche Art von Eisen ange-wendet werden soll. Das Kupfer kann nur mechanisch als Feilicht oder alsDrehspäne beigemischt sein. In etwas grober-Art trennt man das Eisen vornKupfer mit kräftigen Magnetstäben, an welche sich das reine Eisen festhängt,während die Kupferfeile und anderer Schmutz nicht daran hastet. Man streichtdie Bärte von Feilstaub auf ein reines Papier ab und fährt damit fort.

Wir halten uns nicht für berechtigt, hier die allgemeine chemische Ge-schichte des Eisens, welche in den betreffenden Werken über Chemie nachzu-sehen ist, weder ganz, noch im Auszuge wiederzugeben.

Ferrum chloratum. Chloreisen.

Ferrum muriaticum oxydulatum. Ferrum muriaticum. CMoretumFern. Elsenchlorür.

Frisch bereitete Eisenchlorürflüssigkeit (s. Liquor Ferricldorati ) soll zur Salzhaut verdampfen und im Dampfbade von 40 bis48° R. (50 bis 60° C.) ausgetrocknet werden. Die übrigbleibendezerriebene grünlichgelbe Masse bringe sogleich in ein Gefäss, inwelchem es unter gutem Verschlüsse aufbewahrt werde.

Wir haben hier zwei Gegenstände zu betrachten, nämlich die vorläufigdarzustellende Eisenchlorürlösung und ihre Verarbeitung zu dem vorstehendenPräparate. Insofern die Eisenchlorürflüssigkeit ein eigenes Präparat darstellt,haben wir die Zweckmässigkeit ihrer Bereitungsmethode unter jenem Artikel zubetrachten.