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diese war bereits fertig, dann aus dem Eingang in die Minen an derContrescarpe beobachtet und corrigirt.
Die Bresche war vollkommen gangbar, die Brustwehr ist aber nichtbis zur Kammlinie eingestürzt.
Der Damm über den Graben war aus Faschinen, Sandsäeken und Erdehergestellt und mit einer Brustwehr aus zwei neben einander gestelltenKorbreihen versehen.
Die Contrescarpe war auf die gehörige Breite weggesprengt worden.
Die Verbauung im Innern war so wie bei der Lünette 52. Ausserdemwar noch eine Batterie für 3 gezogene öPfünder etablirt worden.
Die Minen-Anlagen bestanden aus 3 kurzen Galerien mit kleinerWiderstandslinie, ohne Galerie majeure, hatten somit wenig Werth.
Der gedeckte Weg vor 52 und 53, dann das Gemein-schaftsglacis nach 54 und 49 waren palissadirt, doch zeigte sichhie und da eine Lücke, indem man nicht allenthalben fertig wurde. DiePalissaden aus Spaltholz waren 4—5 Zoll stark, mit der Spitze über dieKammlinie hervorragend.
Der gedeckte Weg zeigte hauptsächlich in den Traversen vielfacheAbkämmungen; das Glacis war mit Bombenlöchern und 2—3Klafter langen,von den Hohlgeschossen herrührenden Furchen bedeck!; die Palissadenreihewar weniger beschädigt, als man es sich nach Aublick der Zerstörung derWerke vorstellle. Viele waren abgeköpft, oft auch nur von den tangirendenGeschossen auf die Seite gedrückt; durch andere waren die Geschosse ein-fach durchgefahren. Die Glacis-Einschnitte waren durch Barriere-Thore abge-schlossen, häufig aber fehlten nebenher die Palissaden. Gruben für die Palis-saden jedoch waren überall ausgehoben. Ein kleines Reduit vor der rechten-Flanke von Nr. 53 war gar nicht besetzt worden, daher ganz unversehrt.
Der Einschnitt, durch welchen die Stein-Thor-Strasse in das Vorfeldhinausläuft, und der eingehende Waffenplatz, waren sehr stark hergenommen,und scheint ein continuirliches Feuer darauf unterhalten worden zu sein.Desgleichen war die Strasse und der Damm, auf welchem selbe durch dieInundation führt, stark beschädigt.
B. Die Neben- (Collateral-) Fronten.
Die rechte Nebenfront. Die Werke des Finckmatt waren vomAngreifer weniger zur Zielscheibe genommen worden, weil sie ihrer zurück-gezogenen Lage wegen wenig gegen den Angriff wirken konnten.
Bastion Nr. 14 war mit 4 noch gut erhaltenen, hinter unversehrtenScharten stehenden Geschützen besetzt, gut traversirt, die Traversen mitkleinen Hohlräumen versehen.
An der Curtine waren Blindagen angelehnt, dann Gräben und nischen-artige Löcher als Unterkunft für die Soldaten und obdachlosen Einwohnerangebracht.