560 Chrom. [566.567]
Chromoxyd ein im feuchten Zustande dunkelblaues, nach dem Trocknenhellblaues Pulver. Berlin.
Chrom und Brom.
rA. Bromkalium bildet mit Einfach-Chlorchrom ein dunkelgrünes Genieug e-Mobehg. W ~I
B. Anderthalb - Bromchrom und Hydrobrom - Chromoxyd- ^
1. Chrom, mit Brom in einer Blasrohre erhitzt, die mau mit demfhigzuhält, absorbirt das Brom erst, wenn [567] es nach dessendampfen zum Glühen kommt, und zwar unter Feuerentwicklung-Graugrüne, zeriiiefsliche, süfs und herb schmeckende Masse. Berti 16 ’ 1{Arm. Chim. Phys. 44, 383; auch J. Pharm. 16, 650). ^
Die grüne Lösung des Anderthalb-Bromchroms in Wasser vvibeim Abdampfen braun und krystallisirt schwierig; bei weiterem Adampfen entwickelt der Rückstand Hydrobrom, dann in der dunkGlühhitze etwas Bromdampf und verwandelt sich in der Weifsglühm,völlig in Cliromoxyd. Man erhält dieselbe Lösung durch Sättigenwässrigen Hydrobroms mit Chromoxydhydrat, oder durch Er\vär>”des Hydrobroms mit Chromsäure, wobei Brom frei wird. Berthe’ 1 '— Durch Schütteln von chromsaurem Bleioxyd mit wässrigem Hy“ 6brom und Kochen des Filtrats erhält man eine dunkelgrüne Flüssig' 6 ^die beim Abdampfen keine Krystalle gibt, und, zur Trockne S e ^ OI nund geglüht, ein gelbrothes Pulver lässt. Löwig. — Wässriges j,verwandelt das grüne Chromoxydhydrat theilweise in braunes; da 5 -,trat liefert beim Verdunsten grüne Krystalle von Hydrobrom-C* 11oxyd. Balard. v
Beim Erhitzen von zweifach-chromsaurem Kali mit Bromkalium undybfjj).öl destillirt blofs Brom über, ohne eine Spur von Chrom. II. Rose {Pogg-
C. Bromsaures Chromoxyd. — Man fällt schwefelsaures Clj r0 ! ßloxyd durch bromsaureu Baryt und iillfirt. — Das grüne FiU ral, (111( iWasserbade verdunstet, entwickelt bald Brom, färbt sich geibrot»lässt einen dunkelrothen, krystallischen, zertliefslichen Rückstand,blofs aus Chromsäure bestehend. Rammelsberg {Pogg. 55, 87).
Chrom und C h 1 o r.
, jfall
f A. Einfach - Chlorchrom. — Bildung und Darstellung■ 1 ', UI idleitet Chlorgas über ein rothglühendes Gemenge von Chronioxy ^Kohle; dabei entsteht zugleich Anderthalb-Chlorchrom. I’ EI , I<; V'alb-2. Man leitet Wasserstoff über sehr schwach erhitztes Andei^Chlorchrom, so lange noch Salzsäure entweicht. Cr 2 Cl 3 + ” '"\ (lel i,-j- 2 Cl Ci. Das Wasserstoffgas muss von jeder Spur Sauerstoff befrei 'indem man es zuerst durch eine Lösung von Einfach-Chlorzinn in , Z jvuf^ erdurch Köhren mit Vitrioiöl und Chlorcalcium und endlich über glühendeleitet. rforofl 1 '
Nach (1) feine weifse Krystalle, gewöhnlich mit Kohle , UI1U c |, dieoxyd gemischt. Nach (2) weifse sammetartige Masse, die \ e[ . e jtetGestalt des AndcrUiaib-Chlorchroms zeigt, aus welchem cswurde.