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1 (1851) Franz von Baader's gesammelte Schriften zur philosophischen Erkenntniswissenschaft als speculative Logik / herausgegeben von Franz Hoffmann ...
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393
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sopheme gegen die freilich nicht ins Schwarze treffenden Angriffedes Hm. Prof. Weisse vertheidigt, so benutzte icli diese Gele-genheit, mich gleichfalls über jene Philosopheme auszusprechen,und zwar besonders über ein Central-Philosophem Hegels, näm-lich über seinen Begriff' der Vermittelung. Denn bekanntlichnahm Hegel (mit den Naturphilosophen) sowohl den christlichenBegriff der Dreieinigkeit, als jenen der Vermittelung in seinePhilosophie auf, obschon beide in letzterer keineswegs dasselbesind, was sie im Christenthume sind; welches in Betreff des Be-griffs der Dreieinigkeit bereits Gruppe hinreichend nachgewiesenhat, obschon auf eine Weise, welche die Hauptsache in suspensound gleichsam im Blauen lässt. Wenn Göschei in der angef.Schrift S. 7 sagt:dass die Vernunft unablässig nach Einheitstrebe, so müsste man doch vorerst jene Zwei- und Vieldeutigkeitaufheben, in welcher noch jetzt das Wort:Dualismus beiden Philosophen genommen wird , indem sie hierunter bald daszugleich Ingefasst- und Ausgebreitetsein Gottes in und für sichselber, und so auch jedes endlichen Geistes verstehen, bald denUnterschied Gottes vom Geschöpf, bald endlich eine besondereWeise dieses Unterschiedes, nämlich das Zerwürfniss des Geschöpfesmit Gott und seine eigene Nichlintegrität oder innere Zwietracht.Als Beispiel der ersten dieser drei Vermengungen der Bedeutungdes Wortes: Dualismus, muss ich selbst eine Stelle in GruppesAntäus rügen, in welcher dem Spinoza es zum Vorwurf ge-macht wird:dass er die Schwierigkeit einer Verbindung undeines Verkehrs zwischen der materiellen und geistigen Welt da-mit lösen wolle, dass er die Lösung dieses Widerspruchs in Gottselber setze, welcher somit die doppelte Rolle übernehmen müsse,zugleich ein einfaches und ein ausgedehntes Wesen zn sein.Wogegen ich bemerke, dass, falls Gott für sich selber nichtwirklich zugleich einfach und ausgebreitet , Ccntruin und Peri-pherie wäre, derselbe auch kein ganzer Gott sein würde, und

mormaim 1832). lieber den gegenwärtigen Slnndpiinct der pliilosoph.Wissenschaft. In besonderer Beziehung auf das System Hegels. Von C. II.Weisse, Leipzig bei Barth 1829. II.