deren Object sichtbar oder exponirt ist*), den Begriff der Selbst-bezvveckung (als Actuosität), dieser jenen der Selbstvermittelungeinschliesst. Das Fiirsichsein und Insichsein ist aber, wie wirvernahmen, nur als Aus- und Eingang zugleich zu begreifen,liiemit als ein immanentes Kreisen. — Wie denn das von mirbestimmt Empfundene mir nur ein bestimmtes Finden meinerselbst gibt, und die Sucht, die Thätigkeit und den Ausgang desSinns (als dessen Spannung und gleichsam Glaubensthätigkeit)voraussetzt, ohne welche dieser Sinn verschlossen bliebe. In dem-selben Sinne sagt man, dass der Liebende im geliebten Gegen-stände sich findet, ein Finden und Suchen, welches hier wechsel-seitig ist. Endlich sprechen die Theologen in demselben Sinnevon einem Suchen und Sichfindcn des Vaters im Sohne, desSohnes im Vater, beider im Geiste, des Geistes im Vater undSohne, so wie aller drei in der Sophia, der Herrlichkeit, Doxa,Ausbreitung oder Himmel. — Es ist nämlich hier überall dasselbeGesetz der wechselseitigen Vermittelung des Eingangs und Aus-gangs, des Findens durch Suchen, des Seins und Bestehens durehZeugen, Hervorbringen und Werden (des Esse durch das Fieriund umgekehrt) nachweisbar, wenn schon dieses Gesetz aufandere Weise für die immanente Production gilt, auf andere fürdie emanente. Falls z. B., und zwar per impossibile, der Ein-und Ingeborne des Sohnes Gottes als des Vaters diesem seinenWillen (sein Zurückwallen in Ihn) entzöge, so dass also der
*) Das: loquere ut videam te! will diese Unsichtbarkeit oder das Ge-heimniss des Geistes gegen jeden nicht über ihm Seienden ausdrücken,d. h. dass der Geist nur insoferne sichtbar ist, als er sich selber frei zusehen gibt. Da aber der vollendete (integre) Geist in sich wohnt, daseine Form mit seinem Wesen Eins ist, so vermag er nicht anders (de-scendendo) sich zu offenbaren, als durch Erzeugung oder Ergreifung einerniedrigeren oder äusseren Form, und die letzere ist es, welche (als Ge-fässl unmittelbar gefasst wird, und nicht Er selber. Wie aber die Mani-festation desccndcndo durch ein Einhüllen geschieht, so geschieht sie as-cendendo durch ein Enthüllen. Unter Einhiillen versteht man aber nichtVerhüllen im engem Sinne dieses letzeren Wortes, und eben weil manden Unterschied der Begriffe des Einhüllens, Verhüllens und Enthüllensbisher nicht bestimmt genug fasste, blieb auch der Begriff der Manifestationoder Offenbarung, so wie jener der Verbergung unklar.