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14 (1851) Franz von Baader's Elementarbegriffe über die Zeit : Vorlesungen über Philosophie der Societät, Erläuterungen zu Stellen aus Thomas v. A., Glossen zu einer Reihe von Schriften sammt Programm über die Wechselseitigkeit der Alimentation / herausgegeben von Schlütter und Lutterbeck
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geregten) Trieb als summum mobile, wenn er sagt: Ideo bonum,quia appetimus (Etliic. 1. 4). Dem Object entspricht freilich seinSubject.

S. 8. Das Aeussere blieb in Christo immer solches, undvermochte nie, sich innerlich zu machen. Adams Fall war,dass er sein Inneres falsch entäusserte (sein Herz an ein Herz-loses verlor) und das Aeussere innerlich machte, ohne diese Me-tastasis (Extravasirung) wieder heben zu können.

S. 9. Das Sehen auf Zeit &c. kann auch ein begierdelosesSehen sein, und also kein Vermischen und Verbilden, ob dieSeeleschon die Bilder der Creaturen in ihrer Kraft hält. Mit jenemVerzichten aller Creaturbilder versteht man aber nur die Auf-hebung der aus Vermischung schon entstandenen.

S. 10. Kein Innebleiben ohne Aus- und Eingang d. h.Identität beider.

S. 11. Was Alles begreifend ist, das ist füglich über Alles.Die Sucht nach Einem (die selbst von diesem) kann nur freiwerden, wenn alles falsche Finden (Fülle) ab ist.

Die Creatur kann nur in Verbindung mit der Creatur Gotteswahrhaft inne werden. Gleich schlecht ist also ein Creaturdicnst,abstrahirt von Gottesdienst, und dieser abstrahirt von jenem. WasGott vereint hat (Sich und Creatur), soll der Mensch nicht scheiden.Suum cuique.

S. 13. »Wie der gerechte Mensch in dieser Zeit in dieHölle wird gesetzt, und mag darin nicht getröstet werden, damit ernicht ausser und nach der Zeit in die Hölle gesetzt werde; dennvon der Erde ist keine Himmelfahrt, sondern nur aus der Hölle.

Von der Materie geht der Weg in den Himmel durch dieHölle. Die Materie entsteht und besteht nur durch Aufhebungbeider, und macht in ihrer Aufhebung beide.

S. 14. Leben der Abgeschiedenen in Zeit (Hades) ist alsoTheilnahme an Materie, weil mit dieser nur Zeit und Raum.Sähe der in der Hölle Seiende ein Ende, so wäre er nichtin ihr, sondern in Zeit (Fegefeuer) dasselbe gilt vom Himmel.Doch kann ihn Gott wieder in Zeit setzen? Aber es ist falsch,dass der Mensch in Zeit (wie der Verfasser meint) in solcher

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