Band 
Neunter Band.
Seite
276
JPEG-Download
 

276

V

dieser letzteren, wesswegen die Worte hypcrmatericll und imma-teriellsinnlich ihnen mit hyperphysisch und Jiyper- oder übersinn-lich völlig gleichbedeutend sind, wie denn selbst noch Kant seineversuchte Doctrin des Metamateriellen für eine Metaphysik (derNatur) ausgab*). Zu welchen theils niesquinen, theils extrava-ganten Vorstellungen und Hypothesen die Physiker bei dieserVereinerleiung. des Materiellen (im engeren Sinne des Wortes) mitdem Natürlichen ihre Zuflucht zu nehmen sich veranlasst finden,davon kann man sich z. li. an ihrer Vorstellung' von der Porositätder Materie überzeugen, welche sie, wie Hegel bereits bemerkte,bald als absolute, bald als relative Porosität fingiren, oder auchan ihren Versuchen alle Intussusccption durch eine blosse me-chanische Transposition und Aggregatveränderung zu erklären,weil sie die Materie für absolut impenetrabel und absolut unauf-lösbar, in ihren inolecules weder entstehend, noch vergehend sichvorstellen!'*), obschon der elementare Feuerproccss wie der ihn)verwandte organische Assimilationsprocess sie hätte darüber be-lehren sollen, dass diese Materie, in beständiger Fluxion seiend,beständig aus immateriellen Naturen neu entsteht, in diesen be-steht, und in selbe wieder vergeht (evanescit), und dass, weildieses Vergehen und Entstehen sich immer ausgleicht, nur derSchein einer Permanenz derselben materiellen Substanz entsteht(als Substantia Phaenomenon). (1) Hegreift man aber das Ent-stehen dieser materiellen Substanz als Integrirung, so wie ihreEvanescenz (Dissemination) als Diflerenzirung, so kann man doch

*) Ich habe wiederholt diesen noch unter Theologen und Nichttheo-logen grassirenden Irrthum (der Vermengung des miraculuin miturae mitdem blossen miraculum materine) aufgedeckt. Es muss darum die natür-liche Magie erst bestimmt, nicht vag und nebulös, erkannt werden, eheinan cs wagen kann, selbe von der himmlischen und dämonischen Magiemit Bestimmtheit unterscheiden zu wollen, welche Confusion sich indessneuerdings wieder geltend machen will.

*) Diese Moleculisten, welche das ganze Thun der lebendigen Naturauf die schlechte Taglöhnerarbeit herunterbringen, aus denselben Baustein-chen immer wieder neue Bauten aufzuführen, um sie wieder niederzu-reisseu, erinnern an jenen Hausverkiiufer (bei Moliere), welcher vonseinem Hause einen Ziegelstein als Echantillon desselben herumzeigte.