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gedrungen sind, zur Einsicht gelangen, dass nur dem in seinereigenen inneren Transmutation Begriffenen das völlige Verständnissdieser höheren Physik sich öffnet. Wenn nemlich der Segen ausder den Menschen umgebenden Natur wich, so wie solcher ausdes Menschen Innerem wich, so ist keine Wiedereröffnung diesesSegens in der äusseren Natur zu gewarten, falls nicht der Menschselbe in seinem Inneren begonnen hat.
Der wahre Gegenstand der mythologischen Traditionen istsohin, wie gesagt, alleinig die Wissenschaft der primitiven Ge-schichte des Menschen, auf welche frühe verlorene Wissenschaftselbst die Schriften des alten und des neuen Bundes mehr zurück-weisen, als dass sie solche geben. Diese Traditionen gaben alsodem Menschen diese Wissenschaft dessen, was er war, was er istund sein wird, zwar nur in Sinnbildern und in Allegorien; sieumfassten darum aber nichts Geringeres als das Verhalten desMenschen zu Gott und zum Universum, und schon in ihnen wardarum Theismus und Naturalismus vereint*). Hier allein zeigt
*) Die Trennung des Naturalismus und des Theismus oder die Meinung,dass in letzterem kein Vernunftgehrauch statlfinde, kam eigentlich mitCartesius auf, welcher die These aufstellte, dass man, um ordentlich( zu philosophiren, vorerst an allen Dingen zweifeln müsse, und dass esdarum keine christliche Philosophie gebe, indem alle und jede Philosophieohne (übernatürliche) Offenbarung und also ohne Religion sei. — Als obnicht alles Philosophiren die Offenbarung der natürlichen und göttlichenDinge voraussetzle, und als ob es möglich wäre, die eine dieser Offen-barungen völlig abstract von der anderen zu begreifen! Die unmittelbargegebene Offenbarung ist nemlich von der aufgegebenen (durch Forschen,Experiment dx.) vermittelten zu unterscheiden. — Wenn nun schon anfangsdie Theologen sich gegen diese sowohl Vernunft- als schriflwidrigen Be-hauptungen des Cartesius sträubten, so Hessen sie sich doch bald dieseAbmarkung des Vernunftgebrauches gefallen und gaben also selber dieVeranlassung zu der Bemerkung, dass man, um anfangen zu können, einguter Theologe zu sein, aufhören müsse, vernünftig zu sein. DieselbeCartesische salomonische Kindesspaltung hat übrigens sowohl in der fran-zösischen Revolution sich geltend gemacht, als sie F. 11. Jacobi zur Be-hauptung brachte, dass es im Interesse der Vernunft sei, einen Gott zuignorireu oder zu leugnen, weil ja mit der Anerkenntniss Gottes der Ver-nunftgebrauch aufhöre. Es ist ferner derselbe Cartesianismus, welcher