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Neunter Band.
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Verhältnisse, als diese Scheidung und Präcipitation durch a ge-schieht, wird auch A von seiner derivirenden Action, somit vonder Keaction des b frei, und nun erst können beide in eine freieVerbindung zusammen eingehcn*). Diesen Vorgang macht dieSchrift damit bemcrklich, dass sie sagt, dass Christus zwar denKopf der Schlange in jedem Menschen, d. h. in allen tödtete,was kein Mensch und alle Menschen zusammen nicht vermochten,dass aber jedem Menschen obliege, das in ihm zuriickbleibendcGlied derselben in Kraft des Zertrefens des Sclilangenhauptes zutüdten, wodurch selber allein mit diesem Schlangcnzertreter ineine organische Verbindung zu treten vermag. Was aber zwei-tens den von St. Martin (namentlich in seinem letzten Werke:Minist&re de lhomme-esprit) zuerst aufgestellten Regriff der Tri-plicität des Cultus des Menschen als Ministers oder MitwirkersGottes betrifft, gemäss welchem dem Menschen die dreifache Ver-pflichtung obliegt, so viel in seiner Sphäre liegt, sowohl die Leidender Natur als jene der Seele seiner Mitmenschen, endlich selbstjene der frei diesem Leiden sich exponirenden göttlichen Liebezu übertragen**), so ist wohl kein Zweifel, dass jedes künftigewissenschaftliche lieligionssystem dieselbe Triplicität zum Grundelegen wird, und ich beguiige mich, hier nur kurz auf eine An-wendung aufmerksam zu machen, welche sich aus der von St.Martin aufgestclltcn Lehre von der Solidarität aller Menselienseelen«auch in Bezug auf den noch dunkeln Begriff der Erbsünde wieder Erbgnade ergibt. Adam war nemlich als Stammvater allerMenschen zugleich llomme gendral als Anfänger (und darum Haupt)aller seiner Nachkommen, welche, samlich nicht actual geschieden,in ihm präexistirten, also als solche schon mit und in Adam ge-schaffen waren. Indem aber Adam actual sündigte, inficirte seineSünde potential seine Nachkommenschaft, welche Sündhaftigkeit

*) Auf solche Weise begreift man, wie die frei übernommenen Leidender Propheten noch über deren irdischen Tod sich fortsetzen können. Paulusspricht auch von Christi noch hinterstelligen Leiden.

Dieser Moistergrad bezeichnet den Priestergrad, welchen der Pro-testantismus uicht kennt.