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Vorschule der Geologie : eine Anleitung zur Beobachtung und zum richtigen Verständniss der noch jetzt auf der Erdoberfläche vorgehenden Veränderungen sowie zum Studium der geologischen Erscheinungen überhaupt : nach dem "Geological Observer" des Sir Henry T. de la Beche : mit über 300 in den Text eingedruckten Illustrationen in Holzschnitt / Henry T. de la Beche ; frei mit Zusätzen bearbeitet von Dr. Ernst Dieffenbach
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405
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Temperatur der Erde. 405

Nordseite von Loch Tarbert finden, in einer bedeutenden Höhe überdem Meere, und da er niemals Höhlen im Quarzfels von Isla, Jura°der Fair-Island gefunden hat, ausgenommen am Ufer, so ist er derMeinung, dass dieselben zu einer Zeit gebildet wurden, als das rela-tlVe Niveau von Meer und Land den Horizont dieser Höhlen durch-

8 c hnitt.

Temperatur der Erde.

Die Temperatur der Erde verdient bei der Untersuchung der Ur-schen geologischer Wirkungen die grösste Beachtung. Wir haben®®hon früher erwähnt, dass eine sphäroidale Linie durch die kälterenheile der Erde geht, welche die Pole abschneidet und in den Aequa-^rialgegenden eine Höhe von zwischen 16,000 und 17,000 Fuss zwi-Sc hen sich und der Oberfläche der Erde lässt, ausserhalb welcher mit^wissen Modificationen das Wasser in einem festen Zustande bleibt,habhängig von der wohlbekannten Thätigkeit der Sonne auf dieherfläche der Erde haben wir unsere Aufmerksamkeit auf eine andere^avon unabhängige Temperatur zu richten, die in einer gewissen Ent-® rn "ng unter dieser Oberfläche beginnt. Die täglichen Veränderungener Temperatur erstrecken sich im Allgemeinen zu keiner grösserenle fe als ungefähr 3 5 Fuss, und die jährlichen Veränderungen hören in6 iner Tiefe von 65 bis 70 oder 80 Fuss auf. Unterhalb dieser Tiefeh^mt die Temperatur in Bergwerken und in den sogenannten artesi-e h Brunnen zu. Die Geschwindigkeit dieser Zunahme wechselt nachj^ w 'ssen localen Umständen, wie nach der Form und Erhebung der^assen an der untersuchten Stelle in die Atmosphäre, wenn es einnac ^ der Nähe einer eigenthümlichen Wärmequelle wie eine'£ e vulkanische Region und nach der verschiedenen Circulation vonten 8äer * n ^ ren Theilen, entweder in Spalten oder durch Gesteinsschich-v °n wechselnder Porosität.

^ MTr haben gesehen, dass in den kälteren Gegenden der nördli-fen" ^ em * s Phäre gefrorener Boden sich bis zu sehr verschiedenen Tie-k ann - Während in Sibirien noch Eis in einer Tiefe von£ _ 400 Fuss gefunden wird, geht die gefrorene Erde in derselben

8 ! 6 . lte * n Nordamerika nicht unter 26 Fuss herab, so dass sehr ver-8t - le<lene Verhältnisse für die Temperatur der beiden Regionen exi-^an* 1 mÜS8en- Während dies indessen der Fall sein kann, so findet <lass die in Sibirien durchsunkenen Gesteinsablagerungen einefl( e a . me der Temperatur nach abwärts in der Weise zeigen, dass q 0 e Fuss unter der Oberfläche 6° C., bei 378 Fuss®Benf n C betru S- Die Wassercirculation in Bergwerken muss\ r al 8 wichtige Modificationen in Bezug auf das genaue Maass derezunahme nach unten hervorrufen, obgleich die Thatsache selbst